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GKV

GKV: Wechsel in die PKV für 4,5 Millionen Versicherte möglich

9. Mai 2011

Viele freiwillig Versicherte können aus der gesetzlichen in die private Krankenkasse wechseln. Insgesamt könnten rund 4,5 Millionen Versicherte in eine private Krankenversicherung wechseln. Nach der Pleite der City BKK kommen noch einmal 120.000 hinzu. Nun stellt sich die Frage, privat oder gesetzlich?

 

90 Prozent der Bevölkerung ist gesetzlich versichert

Aktuell existieren in Deutschland 2 verschiedene Versicherungssysteme, die gesetzliche und die private Krankenversicherung. Der Löwenanteil der Versicherten ist in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert, nämlich rund 72 Millionen Menschen bzw. 90 Prozent der gesamten Bevölkerung Deutschlands. „Nur“ rund 8,9 Millionen Menschen sind in einer privaten Versicherung versichert. Der Anteil der Privatversicherten könnte durchaus größer sein, allerdings ist der Wechsel in die PKV durch den Gesetzgeber geregelt.

 

4,5 Millionen Versicherte erfüllen Voraussetzungen für einen Wechsel

Momentan erfüllen ca. 4,5 Millionen Versicherte aus der gesetzlichen Krankenkasse die Voraussetzungen, um in die private Krankenversicherung zu wechseln. Bei den Arbeitnehmern muss das Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze von 49.500 Euro/Jahr liegen. Wer diese Grenze überschreitet, der kann in die PKV wechseln. Dies gilt auch für Berufseinsteiger, deren Gehalt so hoch ist, dass sie wissen, dass die Versicherungspflichtgrenze binnen eines Jahres überschritten wird.

 

 

Gründe für Verbleib in der GKV sind verschieden

Die Gründe für den Verbleib in einer gesetzlichen Krankenkasse trotz Wechselmöglichkeit sind verschieden. Manch einer möchte sich nicht dem System der privaten Krankenkassen „unterwerfen“, anderen reichen die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen völlig aus und sehen keinen Grund zu wechseln. Ein weiterer Grund ist häufig, dass in der gesetzlichen Krankenkasse Familienmitglieder wie Kinder und Ehefrau kostenlos mitversichert werden können. Andere würden gerne wechseln, können es aber aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht, da die PKV nicht zur Aufnahme neuer Mitglieder verpflichtet ist und Antragssteller jederzeit ablehnen kann.

 

Basistarif ist einzige Ausnahme

Die einzige Ausnahme hier für bildet der Basistarif, hier ist eine Aufnahme verpflichtend. Allerdings richten sich die Leistungen des Basistarifs nach den Leistungen der GKV und der Beitrag liegt beim Kassenhöchstsatz, weswegen sich ein Wechseln in diesen Tarif nicht lohnt. Dieser Tarif ist eigentlich für Versicherte vorgesehen, die finanzielle Probleme haben und in einen günstigen Tarif wechseln müssen.

 

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