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GKV

GKV: Stiftung Warentest testet Wahltarife mit Beitragserstattung

16. August 2011

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe der Testzeitschrift „Finanztest“ die Wahltarife der gesetzlichen Krankenversicherungen unter die Lupe genommen. Getestet wurden nur Wahltarife mit Beitragsrückerstattung. Dabei war im Test eine maximale Erstattung eines ganzen Monatsbeitrags möglich.

 

Wahltarife im „Finanztest“-Test

Nimmt ein Versicherter keine Leistungen innerhalb eines Jahres oder innerhalb eines festgelegten Zeitraumes in Anspruch, so kann er sich einen Monatsbeitrag zurückerstatten lassen. Allerdings führen nicht alle Krankenkassen einen derartigen Wahltarif. Im Test von Stiftung Warentest war der Abschluss eines derartigen Wahltarifs nur bei 7 der 93 getesteten Krankenversicherungen möglich. Auch die Höhe der Prämien unterscheidet sich von Kasse zu Kasse. Einige Krankenkassen zahlen eine komplette Prämie inklusive Arbeitgeberanteil, einige wiederum erstatten nur den Arbeitnehmeranteil.

 

Abschluss eines Wahltarifs

Der Abschluss eines Wahltarifs ist für alle Versicherten möglich. Dieser ist für ein Jahr bindend, wird allerdings ein Zusatzbeitrag erhoben, so bleibt das Sonderkündigungsrecht unangetastet. Im Test fiel lediglich der Shell BKK/Life Tarif negativ auf. Dieser erfordert zunächst eine private Abrechnung aller Arztrechnungen. Da Ärzte aber bei privater Abrechnung häufig höhere Rechnungsbeträge in Rechnung stellen, müssten die Versicherten nach Abzug des Krankenkassenanteils die Differenz zahlen.

 

 

Bedingungen für eine Rückerstattung

Um eine Beitragsrückerstattung zu erhalten, darf nicht der Versicherte während des Zeitraumes nicht einmal einen Arzt aufsuchen, da die Prämie sonst verfällt. Ausgenommen von dieser Regelung sind Schutzimpfungen und Vorsorgeuntersuchungen. Dies gilt ebenfalls für Familienversicherte. Nimmt einer der Mitversicherten eine Leistung der Krankenkasse in Anspruch, so wird keine Prämie ausgeschüttet. Mitversicherte Kinder unter 18 Jahren sind von dieser Regelung allerdings ausgeschlossen.

 

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