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Politik

GKV: SPD lehnt Beitragssenkung ab

30. August 2011

Bereits vor einiger Zeit wurden in der Politik die Diskussionen um eine mögliche Beitragssenkung in der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen. Grund dafür ist ein rund 2 Milliarden Euro schwerer Überschuss, den die GKV innerhalb des letzten Jahres erwirtschaften konnte. Gesundheitsminister Daniel Bahr verkündete nach kurzer Zeit, es werde keine Beitragssenkung in der GKV geben. Nun sprach sich auch die SPD gegen eine Beitragssenkung aus.

 

Senkung der GKV-Beiträge lediglich für Arbeitgeber profitabel

SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Ferner bezeichnete eine mögliche Beitragssenkung als „vergiftetes Geschenk“. Ihrer Meinung nach würden lediglich die Arbeitgeber von einer Senkung der Beiträge zur GKV profitieren. Eine Senkung des Beitragssatzes hätte für Arbeitnehmer eher unangenehme Folgen. Klar könnte zunächst der Beitragssatz gesenkt werden, allerdings würden Krankenkassen aufgrund des niedrigeren Satzes auch schneller in die Zusatzbeiträge geraten, so Ferner.

 

Kostenstabilisierung in der Pflegeversicherung durch Riskoausgleich

Für die kommende Reform der Pflege erwartet Ferner außerdem einen Anstieg der Beiträge zur Pflegeversicherung. Aufgrund der steigenden Gesundheitskosten und des demografische Wandels dürften aber auch die Beiträge zur Krankenversicherung nicht immer auf dem gleichen Niveau bleiben. Die aktuellen Finanzprobleme in der privaten Pflegeversicherung durch einen Risikoausgleich ein wenig stabilisiert werden. Da in der privaten Pflegeversicherung pro Versicherten im Schnitt nur 60 Euro, in der gesetzlichen aber 180 Euro aufgewendet werden müssen, wäre dies durchaus ein interessanter Ansatz.

 

 

Bürgerversicherungs-Modell der Linken verspricht Beitragssenkung

Laut einer Studie der Linken könnte mithilfe des Modells der Bürgerversicherung eine Senkung der Beiträge zur GKV auf bis zu 10,5 Prozent vollzogen werden. Dieses Modell soll die nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sichern, allerdings müsste dafür die private Krankenvollversicherung, wie sie jetzt existiert, abgeschafft werden. Zusätzlich sollen auch Miteinnahmen und Kapitaleinkünfte für die Beitragsberechnung herangezogen werden. In Betrachtung dieser Aspekte dürfte es den Linken schwer fallen, Befürworter für ihr Modell zu finden. Lediglich private Krankenzusatzpolicen sollen im Modell der Linken erhalten bleiben.

 

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