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GKV

GKV: Problemlose Schließung der BKK für Heilberufe

6. Januar 2012

Die Schließung der BKK für Heilberufe, welche Ende letzten Jahres einen Insolvenzantrag stellen musste, ist problemlos über die Bühne gegangen. Dies berichtet der Unternehmenssprecher BKK für Heilberufe, Ulrich Rosendahl.

 

Keine Probleme bei der Schließung

Es sei kein Fall bekannt, in dem ein Versicherter nicht in eine andere Krankenkasse wechseln konnte bzw. dies bis dato nicht getan hat. Auch soll es bei dieser Schließung keine Probleme mit Krankenkassen gegeben haben, die versucht hätten, Versicherte abzuwimmeln und an andere Krankenversicherer „abzuschieben“. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesversicherungsamts mit der Aussage „Es sei bisher keine Beschwerde eingegangen“. Zuvor hatte es bei der Schließung der insolventen City BKK große Probleme mit vielen Krankenversicherern gegeben, die versucht hatten, die teilweise älteren und kranken Versicherten der City BKK an andere Krankenversicherer zu verweisen. Aufgrund der geltenden Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung sei dies jedoch ein unhaltbares Verhalten, wie Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zu Wort gab.

 

Zusatzbeitrag sorgte für großen Mitgliederverlust

Ähnlich wie auch die City BKK fing auch das Unheil der BKK für Heilberufe mit der Erhebung eines Zusatzbeitrages an. Aufgrund einiger kleinerer finanzieller Schwierigkeiten musste die Kasse vor einigen Jahren einen Zusatzbeitrag erheben und verlor ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich Mitglieder, die zu Krankenversicherungen ohne Zusatzbeitrag wechseln. Innerhalb weniger Jahre schrumpften die Mitgliederzahlen von ehemals 650.000 (2003) auf nur noch 113.000 Versicherte (2011). Anfang November veranlasste dann das Bundesversicherungsamt (BVA) dann eine Schließung der Kasse.

 

 

Bundesversicherungsamt ohne Beschwerde

Bereits im Vorfeld hatte Vorstandsvorsitzender des Bundesversicherungsamtes, Dr. Maximilian Gaßner schwere Sanktionen gegen Krankenkassen und Krankenkassenvorstände angekündigt, sollte es erneut zu einem Ablehnungsdesaster wie im Falle der City BKK kommen. Im aktuellen Fall konnte jedoch keine einzige Beschwerde festgestellt werden, wie ein Sprecher des Bundesversicherungsamtes freudig mitteilte. Viele Krankenkassen hatten sich bereits im Vorfeld auf die Schließung der BKK für Heilberufe eingestellt. Einige Krankenkassen hatten sogar extra Hotlines für die Versicherten der insolventen Kasse eingerichtet.

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