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GKV

GKV & PKV: Erhöhter Wettbewerb 2012

14. Dezember 2011

Im kommenden Jahr könnte der Wettbewerb zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung härter ausfallen als bisher. Wer mit seinem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, hat die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht zu lösen und in die PKV zu wechseln. Gerade Gutverdiener konnten mit diesem Schritt häufig viel Geld bei den Beiträgen zur Krankenversicherung sparen. Aufgrund der großen Beitragserhöhungen in der PKV könnte sich dieser Schritt jedoch im kommenden Jahr nicht mehr für jeden Versicherten lohnen. Zusätzlich kündigten fast alle gesetzlichen Krankenversicherer an, den Zusatzbeitrag 2012 abschaffen zu wollen.

 

Erschwerter PKV-Wechsel durch Anhebung der JAEG 2012

Im kommenden Jahr könnte die Erhöhung der Jahresarbeitsentgeltgrenze es einigen Versicherten erschweren, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Denn nur wer mit seinem Einkommen oberhalb dieser Grenze liegt, kann einen Wechsel in die PKV vollziehen. Für 2012 sieht die Regierung eine Anhebung der JAEG von 49.500 Euro auf 50.850 Euro vor. Viele Experten schätzen zudem, dass auch die aktuellen Diskussionen über die Beitragserhöhungen für 2021 viele potenzielle PKV-Kunden abschrecken könnten. Dabei fallen die Beitragserhöhungen im kommenden Jahr mit durchschnittlich 4,4 Prozent deutlich niedriger als noch 2011 (7 Prozent). Jedoch sind es gerade die Schlagzeilen über die besonders hohen Beitragsanpassungen wie die die Central oder der ARAG Krankenversicherung, die bei vielen potenziellen Kunden für Verunsicherung sorgen dürften.

 

 

Viele gesetzliche Krankenkassen wollen Zusatzbeitrag abschaffen

Die Ankündigung vieler gesetzlicher Krankenversicherungen, den Zusatzbeitrag 2012 abschaffen bzw. gar nicht erst erheben zu wollen, dürfte bei vielen Versicherten auf Zustimmung treffen. Im Detail wollen insgesamt 9 der verbliebenen 11 Krankenversicherer den Zusatzbeitrag im Laufe des kommenden Jahres abschaffen. Bei 2 Krankenversicherern ist die Entscheidung noch nicht endgültig gefallen. Auch aufgrund der positiven Schlagzeilen über die finanzielle Situation der gesetzlichen Krankenkassen dürften sich Versicherte in der GKV möglicherweise sicherer fühlen. Insgesamt belaufen sich die Einsparungen, die die gesetzlichen Krankenversicherer aus Rabattverträgen für Arzneimittel erzielen konnten, auf rund 3,9 Milliarden Euro für die ersten 3 Quartale 2011. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnen Experten mit Einsparungen von rund 4,5 Milliarden Euro.

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