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GKV

GKV: Krankenkassen unterstützen Regierungsvorhaben

11. August 2011

Scheinbar hat sich die Meinung einiger gesetzlicher Krankenversicherungen doch noch geändert. Aus einer aktuellen Stellungnahme des GKV-Spitzenverbandes geht nun hervor, dass die Krankenkassen das Bundesgesundheitsministerium bei ihrem Vorhaben, mehr Transparenz in die Finanzen der Krankenkassen zu bringen, unterstützen wollen. Nachdem zu Anfang viel Kritik von Seiten der Krankenkassen zu dem Vorhaben der Bundesregierung kam, scheinen nun doch alle Seiten gemeinsam an dem Vorhaben mitwirken zu wollen.

 

Vertrauen der Versicherten soll zurückgewonnen werden

Die neuen Informationen zu den Finanzen sowie der Entwicklung der Krankenkassen sollen bei den Versicherten für mehr Transparenz sorgen und als Entscheidungshilfe für Verbraucher dienen. Die Zahlen und Statistiken sollen zukünftig im Internet sowie im Bundesanzeiger erscheinen. Auch eine Veröffentlichung in den Mitgliederzeitschriften der einzelnen Krankenkassen ist denkbar. Auch soll das Vertrauen der GKV-Versicherten mit dieser Offenlegung ein Stück weit zurückgewonnen werden. Dieses wurde unter anderen durch die Ereignisse rund um die City BKK schwer beschädigt, so der GKV-Spitzenverband.

 

Angaben sollen um Leistungsumfang und Service ergänzt werden

Laut der Stellungnahme des Spitzenverbandes wird mit der Verpflichtung zu einer Offenlegung der Finanzen auch die Konsumsouveränität gestärkt.  Laut Spitzenverband seien aber weder die Angaben über Gewinne noch die Angaben über Verluste ein ausreichendes Indiz für eine wirtschaftlich „gute“ Krankenversicherung. Aus diesem Grund schlugen die Krankenkassen vor, neben Informationen zur Entwicklung und zum finanziellen Standpunkt auch Angaben zu Leistungsumfang und Service der einzelnen Krankenversicherung zu veröffentlichen.

 

 

Transparenz könne auch negative Folgen haben

Trotzdem sprach der Krankenkassenverband auch eine Warnung aus. Sollte die Zahlen der einzelnen Versicherungsunternehmen schlechter ausfallen als gedacht, so könnte der Schuss auch schnell nach hinten losgehen und zu vielen Kündigungen führen. Dies würde die sowieso schon angeschlagene Krankenkassenwirtschaft noch einmal nachhaltig verschärfen.

 

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