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GKV

GKV: Krankenkassen sollen transparenter werden

10. August 2011

Der GKV-Spitzenverband legte dem Bundesgesundheitsministerium nun eine Stellungnahme zu den Plänen der Regierung, die Finanzen der Krankenkassen offenzulegen, vor. Darin bekundeten sie ihre absolute Unterstützung bei der Umsetzung dieser Pläne. Geht es nach der Regierung, so sollen alle Kassen in Zukunft einmal jährlich ihre aktuellen Zahlen zur Ein- und Ausgabenentwicklung sowie zur Mitgliederentwicklung und zur Vermögenssituation auf einem einheitlichen Meldeblatt veröffentlichen. Diese Informationen sollen dann über das Internet und im Bundesanzeiger für alle Versicherten frei zugänglich sein.

 

Finanzen-Offenlegung soll Konsumsouveränität stärken

Laut GKV-Stellungnahme könne man durch die Offenlegung der Finanzen die Konsumsouveränität der Verbraucher deutlich stärken. Da für eine gute Krankenkasse aber nicht nur die Vermögenswerte und Gewinn- oder Verlustzahlen wichtig sind, sollen zusätzlich neben den Jahreszahlen auch noch weitere Informationen zum Leistungsangebot, Wahltarifen und dem Service der Krankenkasse aufgeführt werden.

 

Stärkung des Wettbewerbs

Auch die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung. Mit diesem Schritt könne man den Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen weiter stärken, außerdem seien viele Arbeitgeber in den Verwaltungsräten der Krankenkassen vertreten.

 

 

Übersetzung der Finanzberichte

Laut Guido Leber, Bereichsleiter der Assekurata, sind die geplanten Berichte der Bundesregierung aber sehr unverständlich. Ottonormalverbraucher könnten aufgrund dieser Berichte keine Entscheidungen treffen, da sie die Berichte schlichtweg nicht verstehen würden. Er forderte deshalb eine „Übersetzung“ durch anerkannte Ratingagenturen wie beispielsweise die Assekurata.

 

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