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GKV

GKV: Krankenkassen fordern Beitragsautonomie

9. Dezember 2011

Aktuell gilt für die gesetzlichen Krankenversicherungen der einheitliche Beitragssatz von 15,5 Prozent. Viele Krankenkassen fordern jedoch wieder Freiheit bei der Beitragsgestaltung und wollen die Beitragsautonomie zurück. Nur so sei es möglich, auf dem Krankenkassenmarkt weiter zu wachsen und den Versicherten bessere Versicherungsleistungen anzubieten. Auch die Barmer GEK fordert nun mehr Gestaltungsfreiheit.

 

Barmer GEK fordert Beitragsautonomie

Nur mithilfe einer freien Beitragsgestaltung sei es den gesetzlichen Krankenkassen möglich, ihren Versicherten auch in Zukunft gute Leistungen anzubieten. Zusätzlich sei es so auch möglich, Forschungen und neue Versorgungsmodelle schneller voranzutreiben. Dazu benötige man jedoch mehr Autonomie über die eigenen Finanzen. Von einer Senkung der Krankenkassenbeiträge aufgrund des Überschusses im Gesundheitsfonds distanzierte sich Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK jedoch. Man solle sich nicht täuschen lassen. Zwar sehe der Überschuss zunächst verlockend aus, jedoch mache sich bereits jetzt schon wieder ein leichter Zuwachs bei den Arzneimittelausgaben und den Aufwendungen für andere Leistungen bemerkbar.

 

Beitragsautonomie sorgt für einen besseren Wettbewerb

Auch die BKK Dr. Oetker sprach sich in einem Interview mit dem krankenkassenratgeber für eine Rückkehr der Beitragsautonomie aus. Zu den Zeiten der Beitragsautonomie sei es für Versicherte viel besser möglich gewesen, Krankenkassen aufgrund ihres Preis-Leistungsverhältnisses zu bewerten, als dies heutzutage der Fall sei. Zusätzlich sei es bei einer Beitragsautonomie viel besser möglich, den Versicherten besser Leistungen anzubieten. Aktuell sei es relativ schwierig für die gesetzlichen Krankenkassen, sich voneinander abzuheben, da es lediglich in einige kleinere Bereiche möglich sei, ein individuelles Leistungsangebot aufzubauen.

 

 

Aus BKK Dr. Oetker wird Heimat Krankenkasse

Die BKK Dr. Oetker zeichnet sich durch ein exzellentes Leistungsangebot sowie eine erstklassige Kundenbindung aus, wie BKK Dr. Oetker Vorstandschef Klemens Kläsener zu Wort gab. „In Zeiten wie diesen sing auch die persönliche Betreuung sowie ein erstklassiger Service von allergrößter Wichtigkeit. Die aktuellen Neukundenzahlen zeigen uns, dass wir mit unserem aktuellen Handeln auf dem richtigen Weg sind“, so Kläsener. Anfang 2012 soll eine Umbenennung der BKK Dr. Oetker in „Heimat Krankenkasse“ erfolgen.

 

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