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GKV

GKV: Kostenerstattungsprinzip wie in PKV denkbar

22. Februar 2011

Seit Jahresanfang haben Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit, das Kostenerstattungsprinzip zu wählen, welches auch in der privaten Krankenversicherung angewandt wird. Rechnungen werden vom Arzt dann wie für Privatpatienten ausgestellt und anschließend der eigenen Krankenversicherung zur Erstattung eingereicht.

Als Kassenpatient wie ein Privatpatient

Dieses Kostenerstattungsprinzip als Wahltarif können gesetzlich Krankenversicherte seit Jahresanfang mit ihrer Krankenkasse vereinbaren. Sie haben so die Möglichkeit, beim Arzt, im Krankenhaus oder beim Zahnarzt als Privatpatient aufzutreten und auch entsprechend behandelt zu werden. Denn obwohl viele Ärzte dies nach wie vor bestreiten: Privatpatienten werden bevorzugt behandelt und erhalten nicht selten deutlich schneller Termine bei Fachärzten. Sogar die Wartezeit für Operationen ist bei Privatpatienten meist deutlich geringer.

Gebührenordnung für Ärzte beachten

Wer also nicht die Möglichkeit hat, in die PKV zu wechseln, weil das Einkommen als Arbeitnehmer einfach zu gering ist, kann jetzt diesen „Umweg“ nutzen, als Privatpatient behandelt zu werden. Zu beachten ist jedoch, dass viele Ärzte bei Privatrechnungen oft das Doppelte oder Dreifache der Ärztlichen Gebührenordnung berechnen. In diesen Fällen übernimmt die Krankenkasse jedoch häufig nur die auch sonst bei einer Behandlung gesetzlich Versicherter anfallenden Kosten. Mehrleistungen müssten privat finanziert werden.

Private Krankenzusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte

Eine gute Lösung für gesetzlich Versicherte sind in diesen Fällen Krankenzusatzversicherungen. Sie werden von den privaten Krankenversicherungen angeboten und ermöglichen ebenfalls den Status des Privatpatienten. Je nach Wunsch kann eine solche Zusatzversicherung lediglich für den ambulanten oder den stationären Bereich genutzt werden, auch spezielle Versicherungen für Zahnersatz können auf dem Markt in Anspruch genommen werden. Die Kosten für diese Zusatzversicherungen orientieren sich am Alter und am Geschlecht der zu versichernden Person, auch der Versicherungsumfang wird kalkuliert

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