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GKV

GKV: KKH-Allianz will Zusatzbeitrag 2012 abschaffen

24. November 2011

Aufgrund von Überschüssen kündigte die KKH-Allianz Krankenversicherung an, den Zusatzbeitrag ab März 2012 zunächst aussetzen zu wollen. Aktuell liegt dieser bei 8 Euro.

 

Finanzielle Übrschüsse von 140 Millionen Euro

Grund für die Abschaffung des Zusatzbeitrags sind finanzielle Überschüsse, die die KKH-Allianz KV im Laufe des Jahres 2011 ansammeln konnte. So wird die KKH-Allianz zum Ende des Jahres über Überschüsse in Höhe von rund 140 Millionen Euro verfügen, gab Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit bekannt. Nach eigenen Angaben will die KKH-Allianz ihren Versicherten im nächsten Jahr bessere Leistungen zu günstigeren Preisen anbieten. Damit schrumpft die Liste der Krankenkassen, die nächstes Jahr einen Zusatzbeitrag erheben wollen, weiter. Erst kürzlich hatte auch die DAK bekanntgegeben, 2012 keinen Zusatzbeitrag mehr erheben zu wollen.

 

Zusatzbeitrag kostete KKH-Allianz rund 190.000 Versicherte

Der Zusatzbeitrag wird in der gesetzlichen Krankenversicherung immer mehr zu einem wichtigen Marketinginstrument. Viele Versicherte richten ihre Entscheidung für oder gegen eine Krankenkasse danach, ob diese einen Zusatzbeitrag erhebt oder nicht. Wird von der Krankenkasse ein Zusatzbeitrag erhoben, so erhalten die Versicherten automatisch ein Sonderkündigungsrecht, dass ihnen einen sofortigen Krankenkassenwechsel ermöglicht. Diese Möglichkeit nahmen 2011 rund 190.000 Versicherte der KKH-Allianz wahr und wechselten in eine andere Krankenkasse. Damit sank der Mitgliederspiegel von 2,05 Millionen um knapp 9 Prozent auf 1,86 Millionen Versicherte.

 

 

Kassenvorstand muss noch zustimmen

Aktuell beträgt der Zusatzbeitrag der KKH-Allianz KV 8 Euro. Dieser soll dann im Laufe des nächsten Jahres abgeschafft werden. Grund für die Einführung des Zusatzbeitrages waren finanzielle Probleme im Haushalt der KKH-Allianz. Nun hat sich die Krankenkasse jedoch erholt und konnte in den vergangenen Monaten einen Überschuss von knapp 140 Millionen Euro erwirtschaften. Der entsprechende Haushaltsplan wurde dem Kassenvorstand bereits vorgelegt. Stimmt dieser zu, muss letztendlich auch noch das Bundesversicherungsamt die Abschaffung des Zusatzbeitrages absegnen. Sieht diese Behörde als oberste Aufsicht Gefahren in der Abschaffung, so kann eine Abschaffung auch unterbunden werden und der Zusatzbeitrag würde erhalten bleiben.  Eine ähnliche Situation ereilte sich erst kürzlich bei der DAK, als besorgte Kassenvorstände anderer Krankenkassen einen Brief mit der Bitte um eine Unterbindung der Zusatzbeitrags-Abschaffung an den Präsident des BVA schrieben.

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