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GKV

GKV: Kein Sozialausgleich 2012

4. November 2011

Da der durchschnittliche Zusatzbeitrag im kommenden Jahr 0,00 Euro betragen wird, wird es 2012 auch keinen Sozialausgleich geben. Daher entfallen 2012 die für den Sozialausgleich nötigen Meldungen von Arbeitgebern und gesetzlichen Krankenkassen.

 

Entlastung der beitragsabführenden Stellen

Aufgrund der positiven Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes und den ausgeglichenen Krankenkassenhaushalten hat das Bundesgesundheitsministerium (BGM) den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2012 bei 0 Euro angesetzt. Dies bedeutet, dass es 2012 keinen Sozialausgleich geben wird. Arbeitnehmern sowie weitere beitragsabführende Stellen werden hierdurch entlastet, da durch den Wegfall des Sozialausgleichs auch die damit verbundene Bürokratie überflüssig wird.

 

Keine GKV-Monatsmeldung 2012

Im Normalfall hätten Arbeitnehmer sowie im Falle eines Sozialausgleichs ständig kommunizieren müssen, beispielsweise im Falle von arbeitenden Rentnern oder Mehrfachbeschäftigten. Zwar wird ein großer Teil des Datenaustauschs zwischen Krankenkassen und Arbeitgebern über das elektronische Meldeverfahren erledigt, Kontrolle und Nachprüfung auf beiden Seiten wären trotzdem nötig gewesen. In der „GKV-Monatsmeldung“ hätten die Arbeitgeber das beitragspflichtige Einkommen ihrer Angestellten  einmal im Monat an die Krankenkassen melden müssen. Da durch den Sozialausgleich die normalen Beiträge zur Krankenversicherung abweichen, wäre eine extra Ausweisung der Beiträge mit bzw. ohne Sozialausgleich nötig gewesen, was in größeren Betrieben für einen großen bürokratischen Aufwand gesorgt hätte.

 

 

Berechnung des Sozialausgleichs

Kommt eine gesetzliche Krankenversicherung nicht mit den Zuwendungen aus dem Gesundheitsfond aus, so kann sie von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag erheben, um ihre finanzielle Situation aufzubessern. Seit Anfang 2011 kann jede Krankenkasse einen festen, einkommensunabhängigen Zusatzbeitrag in unbestimmter Höhe erheben, gängig sind 8 bzw. 12 Euro. Damit aber von den Krankenkassen kein Zusatzbeitrag erhoben wird, der die finanziellen Grenzen der Versicherten übersteigt, wurde der Sozialausgleich eingeführt. Jedes Jahr wird daher der durchschnittliche Zusatzbeitrag vom BGM bekanntgegeben. Übersteigt dieser Zusatzbeitrag 2 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen der Krankenkassen, so müssen die Versicherten weniger Beiträge zur Krankenversicherung zahlen, als dies üblicherweise der Fall wäre. Wird beispielsweise der durchschnittliche bei 12 Euro angesetzt bei einem Monatseinkommen von 500 Euro (500/100 * 2 = 10), so werden dem Arbeitnehmer bei der Gehaltsabrechnung 2 Euro weniger von seinem Gehalt abgezogen.

 

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