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GKV

GKV: INSM fordert Ende der kostenlose Mitversicherung

19. Juli 2011

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) fordert das Ende der kostenlosen Mitversicherung für Familienmitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Familienversicherung ermöglicht es Familienmitgliedern, sich kostenlos über den Ehepartner/die Eltern mitzuversichern.

 

Versicherte ab 25. sollen eigenen Beitrag entrichten

Laut INSM sollte jeder Versicherte ab dem 25. Lebensjahr einen eigenen Beitrag entrichten. Dieser könnte sich an dem Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte (126 Euro) orientieren. Mit den Mehreinnahmen aus den Beiträgen der Familienversicherten könnte man den kompletten Beitragssatz der GKV um ca. 0,7 Prozent senken. Dies wäre eine große Entlastung für die Allgemeinheit und den größten Teil der Versicherten. Außerdem wäre es ein großer Schritt, um die Lohnnebenkosten zu stabilisieren, so INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

 

Fehlfinanzierungen in der GKV

Pellengahr begründete die Notwendigkeit der Abschaffung der Familienversicherung damit, dass die Finanzierung der GKV in Gefahr sei. Laut einem Gutachten des Zentrums für Generationsforschung der Albert-Ludwigs-Universität zufolge gaben die Sozialversicherungen rund 100 Milliarden Euro in den letzten Jahren für versicherungsfremde Leistungen aus.  Gleichzeitig würden aber rund 45 Milliarden Euro in der GKV für Fehlfinanzierungen aufgewendet, wie beispielsweise die beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern.

 

Finanzierung der GKV nicht zukunftstauglich

Bernd Raffelhüschen, Direktor des Instituts, erklärte die aktuelle Finanzierungssituation der gesetzlichen Krankenversicherung für nicht zukunftstauglich.  Gleichzeitig forderte er eine Reform der kompletten Sozialversicherung mit Schwerpunkt auf der GKV. Laut Raffelhüschen sollte eine einkommensunabhängige Prämie für kostenlos Mitversicherte eingeführt werden. Für Kinder in der Familienversicherung soll der Bund der Länder aufkommen.

 

 

Urteil zur Familienversicherung

Erst kürzlich gab es ein Urteil zu diesem Thema. Eine Frau hatte geklagt, dass sie ihre Kinder nicht in der Familienversicherung mitversichern durfte, da ihr Mann als selbstständiger Rechtsanwalt in der privaten Krankenversicherung versichert war.

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