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GKV

GKV: Gesundheitsreform führt zu höheren Beitragskosten

21. Juni 2011

 

Die Gesundheitsreform, welche Anfang Januar 2011 eingeführt wurde, vereinfachte den Wechsel in die private Krankenkasse für gesetzlich Versicherte. Allerdings stiegen auch die Beitragskosten deutlich.

 

Steigende Kosten für GK-Versicherte befürchtet

Neben vereinfachten Wechselbedingungen für Wechselwillige brachte die Gesundheitsreform auch höhere Kosten mit sich. So stieg der Beitragssatz im Durchschnitt um 0,6 Prozent auf 15,5 Prozent. Da die Höhe des Arbeitgeberanteils gesetzlich festgelegt ist, ist zu befürchten, dass weitere Kosten auf die Versicherten zukommen könnten. Auch das Wegfallen der Zusatzbeitragsdeckelung ist ein weiterer Kostenfaktor für die Versicherten. So war es den gesetzlichen Krankenkassen bis zum Jahresbeginn untersagt, Zusatzbeiträge zu erheben, die über einem Prozent des versicherungspflichtigen Gehalts liegen. Da diese Grenze nun weggefallen ist, können Krankenkassen auch Zusatzbeiträge jenseits der 1-Prozent-Grenze erheben.

 

Kündigungsrecht bei Zusatzbeitrag

Bei Einführung eines Zusatzbeitrages hat der Versicherte die Möglichkeit, von seinem besonderen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. Er kann der Krankenkasse sofort und fristlos kündigen. Außerhalb dieses Kündigungsrechts haben Versicherte eine Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Ende eines Kalendermonats.

 

 

Wechsel in die private Krankenkasse

Mit Einführung der Gesundheitsreform wurden die Wechselbedingungen für PKV-Wechselwillige vereinfacht. So können Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse schon nach einem Jahr in die private Krankenkasse wechseln, wenn das Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Vor Einführung der Gesundheitsreform mussten Versicherte drei Jahre oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegen, um wechseln zu können. Seit Beginn 2011 ist für einen Wechsel nur noch ein Einkommen  von 49.500 Euro innerhalb der letzten 12 Monate von Nöten.

 

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