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GKV

GKV: Fusion von BKK Hoesch und BKK vor Ort?

28. März 2012

Erst im vergangenen Jahr gab es bei den Betriebskrankenkassen einige negative Schlagzeilen. Insgesamt wurden mit der BKK für Heilberufe und der City BKK gleich 2 Betriebskrankenkassen geschlossen. Auch die BKK Hoesch steht aktuell sehr schlecht dar, könnte nun aber unter Umständen einer Schließung noch einmal aus dem Weg gehen. Dafür könnte demnächst eine Fusion mit der BKK vor Ort stattfinden, wie die Ärztezeitung berichtet.

 

Mitgliederschwund bei der BKK Hoesch

Bereits im vergangenen Jahr fing die BKK Hoesch an zu straucheln. Infolge dessen musste ein Zusatzbeitrag von 15 Euro / Monat erhoben werden, welcher die Betriebskrankenkasse einige Mitglieder kostete. Insgesamt beläuft sich der Versichertenbestand der BKK Hoesch auf aktuell nur noch 60.000 Versicherte. Eine Fusion mit der BKK vor Ort könnte die finanziell angeschlagene Krankenkasse nun retten. Diese verfügt über aktuell rund 760.000 Mitglieder und gehört damit zu den größten betrieblichen Krankenkassen.

 

Fusionsgespräche laufen

Eine Einigung konnten die beiden Krankenversicherungen bisher jedoch nicht erzielen. Dies gab eine Sprecherin der BKK vor Ort gegenüber der Ärztezeitung bekannt. Eine Entscheidung über eine mögliche Fusion soll spätestens am Freitag getroffen. Neben einzelnen Beschlüssen ist auch noch unklar, welcher Zeitpunkt für eine mögliche Fusion in Frage käme. Für die BKK Hoesch dürfte eine möglichst schnelle Fusion die beste Möglichkeit sein. Auf Anfrage der Ärztezeitung beim BKK-Bundesverband erklärte dieser, die Zeichen stünden gut, dass eine Fusion beider Krankenversicherungen zum Juli/Oktober 2012 vollzogen werden könnten.

 

 

Gesundheitsfond-Zuwendungen zu gering

Noch Anfang 2012 sah es bei der BKK Hoesch ganz anders aus. In einer Pressemitteilung verkündete die Krankenversicherung, der Zusatzbeitrag von aktuell 15 Euro im Monat würde bald der Vergangenheit angehören. Grund für diese scheinbar etwas verfrühte Ankündigung war ein guter Jahresabschluss, der einen positiven Trend erkennen ließ. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung jedoch sei es aktuell nicht möglich, den Zusatzbeitrag momentan auszusetzen.  Grund dafür seien die unzureichenden Zuwendungen aus dem Gesundheitsfonds, die die Kosten der BKK Hoesch nicht vollends abdecken würden.

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