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GKV

GKV: Flächendeckende Zusatzbeiträge erwartet

21. Mai 2011

 

 

 

Experten schätzen, dass die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen in den nächsten Jahren auf rund 50 bis 70 Euro jährlich ansteigen könnten. Gerade für freiwillig Versicherte könnte dies ein Grund sein, in eine private Krankenversicherung zu wechseln.

 

Starker Anstieg der Zusatzbeiträge erwartet

Viele Experten der Versicherungsbranche erwarten einen Anstieg der Zusatzbeiträge in den nächsten Jahren. Aktuell erheben nur 13 der 156 gesetzlichen Krankenkassen einen monatlichen Zusatzbeitrag. Der GKV-Spitzenverband erwartet für die nächsten Jahre aber eine flächendeckende Einführung eines Zusatzbeitrags.

 

Einführung des Zusatzbeitrags

Die Möglichkeit, einen Zusatzbeitrag ohne Einkommensprüfung der Versicherten zu erheben, besteht seit Einführung der Gesundheitsreform. Vor der Einführung durfte der Zusatzbeitrag maximal 1 Prozent des Bruttoeinkommens des Versicherten ausmachen. Hier gewährte der Gesetzgeber den Kassen mit Einführung des Gesundheitsfonds deutlich mehr Freiheit. Genutzt werden die Erträge aus den Zusatzbeiträgen, um die Kosten zu decken, die von den Zahlungen aus dem Gesundheitsfond nicht abgedeckt werden.

 

 

Krankenkassenwechsel

Grundsätzlich versuchen die Kassen, einen Zusatzbeitrag zu vermeiden. Viele Versicherte reagieren mit einem KK-Wechsel auf Zusatzbeiträge und nutzen ihr Sonderkündigungsrecht, um in eine Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag zu wechseln. Sollte es zu einer flächendeckenden Einführung der Zusatzbeiträge kommen, rechnen die Verbände mit einem großen Run auf die privaten Krankenkassen. Hier gibt es keine Zusatzbeiträge. Sollten Kosten nicht gedeckt werden, so spiegelt sich dies in einer Beitragserhöhung wieder.

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