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GKV

GKV Familienversicherung: INSW fordert Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung

4. Juli 2011

 

Versicherte der gesetzlichen Krankenkasse können bei Bedarf auch Familienmitglieder wie Ehefrau oder Kinder kostenlos mitversichern.  Experten fordern nun eine Abschaffung dieser Familienversicherung. Verdienen beide Ehepartner ihr eigenes Geld, so entstehe durch die kostenlose Mitversicherung ein Nachteil für das System der gesetzlichen Krankenkasse.

 

INSW fordert Überarbeitung der Sozialversicherung

Die Experten der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ fordern in einem Gutachten die Abschaffung der kostenlosen Familienversicherung in der GKV. Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkasse sei derartig intransparent und unsozial, dass das Finanzierungssystem nicht zukunftstauglich sei. Institutsprofessor der INSM, Professor Bernd Raffelhüschen verlange daher eine komplette Neustrukturierung des Systems mit neuen Eckpfeilern. Auch das System der Sozialversicherung benötige eine dringende Überarbeitung, so Raffelhüschen. Das System der Sozialversicherung wird momentan durch die Rentenversicherung, die Krankenversicherung, die Arbeitslosenversicherung, die Unfallversicherung sowie die Pflegeversicherung gestützt.

 

„Herdprämie“ als Nachteil für zahlende Paare

Der Geschäftsführer des INSW, Hubertus Pellengahr, bezeichnete die Mitversicherung von Ehepartner als „Herdprämie“. Paare, bei denen es nur einen Verdiener gebe, würden durch die kostenlose Mitversicherung begünstigt. Familien, in denen beide Partner arbeiten gehen und in die GKV einzahlen, würden so deutlich benachteiligt.

 

 

Familienversicherte sollen eigenen Beitrag ab dem 25. Lebensjahr zahlen

Laut Pellengahr könnte die Einführung eines eigenen Beitrags für Familienversicherte ab dem 25. Lebensjahr für Gleichberechtigung sorgen. Dieser könnte sich an dem Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte orientieren und würde aktuell bei 12 Euro im Monat liegen. Betroffen wären von einer derartigen Änderung rund 5 Millionen Mitversicherte. Auf sie würde zwar eine Mehrbelastung von mindestens 144 Euro im Jahr zukommen, allerdings würden die Arbeitnehmer durch diese Maßnahmen auch deutlich entlastet, so Pellengahr.

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