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GKV

GKV: Einsparungen an falscher Stelle

5. Juli 2011

Viele Krankenkassen sparen an der falschen Stelle. Dies sagte nun BVA-Präsident Maximilian Gaßner. Aus Angst vor einem Zusatzbeitrag würden die gesetzlichen Krankenkassen an den völlig falschen Stellen, sehr zum Nachsehen der Versicherten sparen. Die Sparmaßnahmen sollten sich laut Gaßner auf sinnvolle Bereiche beschränken. Ausgaben sollten besser kalkuliert und an den richtigen Stellen getätigt werden, um die Krankenkassen wettbewerbsfähig zu halten.

 

 

Angst vor Zusatzbeiträgen

Nach Ansicht Gaßner konzentrieren sich die Krankenkassen viel zu sehr darauf, die Einführung eines Zusatzbeitrages zu vermeiden. Zwar orientieren sich viele Versicherte anhand des Zusatzbeitrages, allerdings sei der kein wirkliches Wettbewerbskriterium. Die Krankenkassen sollten sich laut Gaßner lieber auf Maßnahmen konzentrieren, die über die standardmäßigen Leistungen hinausgehen. Auch sollten sich die gesetzlichen Krankenkassen verstärkt auf Vorsorgemaßnahmen und Selektivbeiträge mit Ärzten und anderen Leistungserbringern konzentrieren.

 

Mehr Leistung bei Zusatzbeitragerhebung

Versicherte, die monatlich rund beispielsweise 300 Euro an die Krankenkasse zahlen, werden sich an  8 Euro mehr im Monat nicht unbedingt stören. Steigen die monatlichen Kosten allerdings und die Leistungen bleiben gleich, hat das häufig den Wechsel zu einer anderen Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag zur Folge. Die Versicherten müssten sehen, dass sie für ihre Mehraufwendung auch mehr Leistungen bekommen, so Gaßner.

 

 

Senkung der Beiträge verschiebe das Problem nur

Er stellte außerdem klar, dass eine Senkung der Beiträge mithilfe des Gesundheitsfonds sei. Der derzeitige Überschuss werde für die Bewältigung alter Schulden sowie für finanziell notwendige Rücklagen benötigt. Die Senkung der Beiträge wäre also keine Lösung des Problems, es würde das Problem lediglich verschieben.

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