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GKV

GKV: Einnahmenplus von 1,5 Milliarden Euro im 1. Quartal 2012

21. Juni 2012

Aus einem Bericht des Verbandes der gesetzlichen Krankenversicherung geht hervor, dass die gesetzliche Krankenversicherung im 1. Quartal 2012 einen Überschuss von rund 1,51 Milliarden Euro erwirtschaften konnte. Insgesamt hatte die GKV Einnahmen in Höhe von 47,47 Milliarden Euro gegenüber Ausgaben von 45,96 Milliarden Euro zu verbuchen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zeigte sich sehr erfreut über die Entwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung, betonte jedoch auch, dass die Überschüsse das Geld der Versicherten sei und es ihnen daher zu Gute kommen müsse. Als Beispiel hierfür nannte Bahr Prämienzahlungen und Leistungsverbesserungen.

 

Keine Zusatzbeiträge in nächster Zeit

Vorstandsvorsitzende Doris Pfeiffer erklärte, Zusatzbeiträge dürften aufgrund der guten Lage der gesetzlichen Krankenversicherung in nächster Zeit erst einmal kein Thema mehr sein. Zusammen mit den neuen Überschüssen beläuft sich das Plus im Gesundheitsfond und den Krankenversicherern auf nunmehr rund 20 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2012 stiegen die Gesundheitsausgaben um ca. 3,3 Prozent pro Kopf, wie das Bundesgesundheitsministerium anmerkte. Grund dafür waren vor allem größere Leistungsmengen. Um den steigenden Gesundheitsausgaben entgegenwirken zu können, soll in naher Zukunft eine neue Studie Aufschluss über die tatsächlichen Kostenquellen geben.

 

Kosten für ambulante Behandlungen gestiegen

Zudem beweisen die derzeitigen Überschüsse, dass die Tarifhilfen der Kliniken nicht zu befürchteten Mehrausgaben geführt haben. Nun müssen die Überschüsse nur noch den Stellen zugeführt werden, die diese am dringendsten benötigen würden. Vor allem in der medizinischen Versorgung gibt es noch einige Stellen, die eine Bezuschussung benötigen könnten. Neben den Ausgaben für stationäre Behandlungen mussten die Krankenkassen auch für ambulante Behandlungen ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Diese stiegen im Schnitt um rund 2,3 Prozent pro Kopf. Eine Hochrechnung auf das gesamte Jahr lässt sich mit diesen Zahlen jedoch noch nicht tätigen, viele Experten erwarten eine Kostenexplosion in den nächsten Monaten.

 

 

Verwaltungskosten leicht gestiegen

Auch die Veraltungskosten der gesetzlichen Krankenversicherer stiegen im 1. Quartal leicht um 1 Prozent an. Hierfür verantwortlich dürften jedoch die allgemein etwas höheren Ausgaben verantwortlich sein. Da es jedoch 2011 einen Rückgang bei den Verwaltungskosten um rund 1 Prozent gab, ist dies kein Grund zur Besorgnis, erklärt das Bundesgesundheitsministerium. Neben den Behandlungskosten stiegen auch die Ausgaben für Arzneimittel, was jedoch sich jedoch mit den höheren Behandlungsausgaben erklären lässt. Insgesamt stiegen die Arzneimittelausgaben um 3,7 Prozent pro Kopf, im Vergleich zu 2010 jedoch immer noch deutlich unter der Grenze von 100 Millionen Euro.

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