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GKV

GKV: DAK plant Fusion mit der BKK Axel Springer

3. November 2011

Die Fusion mit der BKK Gesundheit ist noch nicht einmal vollzogen, da scheint die DAK ihre Fühler bereits zur nächsten Krankenversicherung ausgestreckt zu haben. Laut Insiderberichten plane die DAK eine Übernahme der BKK Axel Springer.  Das Besondere daran ist: Bei der BKK Axel Springer handelt es sich um einer geschlossene Krankenversicherung, die reinweg Arbeitnehmern der Axel Springer AG zugänglich ist.

 

Übernahme der BKK Axel Springer geplant

Nach dem Wirbel um die Fusion mit der BKK Gesundheit sowie der geplanten Abschaffung des Zusatzbeitrages sorgt die DAK nun erneut für Aufsehen. Für 2012 prüft der Krankenversicherer eine Übernahme der BKK Axel-Springer. Diese wirkt im Vergleich zur DAK als drittgrößte Ersatzkasse wahrlich winzig. Die BKK Axel Springer soll jedoch auch nach einer Übernahme ihre Selbstständigkeit behalten und nicht, wie die BKK Gesundheit komplett in die DAK integriert werden. Die BKK Axel Springer ist in für ihr sehr gutes Gesundheitsmanagement bekannt. Gründe für eine Übernahme wurden bisher nicht bekannt.

 

DAK wirft Ersatzkassen Wettbewerbsmanipulation vor

Der Streit um die mögliche Abschaffung des Zusatzbeitrages der DAK geht weiter. Am Dienstag reichte die Gemeinschaft der Ersatzkassen einen Brief an den Präsidenten des Bundesversicherungsamtes, Dr. Maximilian Gaßner, ein. Daran baten die Kassen um eine Begutachtung des Falles, da man befürchte, im Falle des Falles könnten finanzielle Probleme auch auf die anderen Ersatzkassen abgewälzt werden. Chef der DAK, Herbert Rebscher jedoch bezeichnete das Verhalten der anderen Ersatzkassen als Manipulation der Wettbewerbssituation der DAK. „Die Abschaffung des Zusatzbeitrages sei gut durchdacht, andernfalls hätten wir einen derartigen Schritt nicht gewagt“, so Rebscher. Für 2011 erwartet die DAK einen Überschuss von rund 330 Millionen Euro. Rebscher kündigte außerdem an, rechtliche Schritte gegen die Unterzeichner des Briefes prüfen zu wollen.

 

 

Weiterhin keine Einigung mit anderen Ersatzkassen

Auf dem geplanten Gipfeltreffen der Ersatzkassen am Dienstagabend konnte keine Einigung erzielt werden. Die DAK will an ihren Plänen zur Abschaffung des Zusatzbeitrages im April 2012 festhalten. Die Vorstände der Kassen vereinbarten lediglich, ihr Ersatzkassen-Frühwarnsystem stärken zu wollen. So lasse sich frühzeitig erkennen, wenn eine Krankenkasse in finanziellen Problemen stecke bzw. sich auf einem schlechten Wege befinde. Allerdings wollen auch alle Krankenkassen weiterhin ihre Privatsphäre behalten und sich nicht gegenseitig in die Bücher blicken lassen.

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