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GKV

GKV: DAK Gesundheit schafft Zusatzbeitrag im April 2012 ab

6. Januar 2012

Die frisch fusionierte DAK Gesundheit gab nun endgültig an, ab dem 01. April 2012 keinen Zusatzbeitrag mehr von ihrem Versicherten erheben zu wollen. Die DAK fusionierte am 01.01.2012 mit der BKK Gesundheit sowie der BKK Axel Springer und erhebt aktuell einen Zusatzbeitrag von 8 Euro im Monat. Aufgrund großer Mitgliederverluste entschied sich die neue Kasse nun jedoch dafür, den Zusatzbeitrag im April abschaffen zu wollen. Zuletzt hatten rund 600.000 Versicherte der DAK aufgrund des Zusatzbeitrages den Rücken gekehrt.

 

DAK Gesundheit erwartet weitere Fusionen

Die neue Krankenkasse sei für Versicherte sehr attraktiv, gab Vorstandsvorsitzender Prof. Herbert Rebscher zu Wort. Auch weiteren Fusionen stehe man sehr offen gegenüber. Für die Zukunft sei mit  weiteren Fusionen zu rechnen. Die Versichertenkarten der 2 fusionierten Krankenkassen BKK Gesundheit und BKK Axel Springer müssen nicht abgegeben werden. Da diese im Zuge der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte eingetauscht werden, behalten sie zunächst ihre Gültigkeit.

 

DAK erwirtschaftet Millionenüberschuss

Nach einigen Finanzschwierigkeiten 2009 konnte die DAK 2010 wieder kräftig aufholen und einen Überschuss von rund 360 Millionen Euro erwirtschaften. Auch wenn die Einnahmen aus dem Zusatzbeitrag 2012 wegfallen, dürfte sich der voraussichtliche Überschuss auf rund 100 Millionen Euro belaufen. Erste Befürchtungen, die finanziellen Umstände könnten für die DAK noch schwieriger werden, konnten sich nicht erfüllen. Insgesamt hat sich die Situation auf dem Krankenkassenmarkt jedoch deutlich verschärft. Immer mehr Krankenversicherer geraten in finanzielle Probleme, auch der Konkurrenzdruck untereinander wird immer größer.

 

 

Keine Kündigungen im Zuge der Fusion

Der stellvertretende Kassenchef der DAK gab zu Wort, dass es definitiv keine fusionsbedingten Kündigungen bei der DAK Gesundheit geben wird. Insgesamt beschäftigt die DAK Gesundheit nach ihrer Fusion nun rund 12.000 Mitarbeiter. Wie auch viele andere Kassenchefs fordert auch Rebscher wieder mehr Beitragsautonomie für die gesetzlichen Krankenkassen. Für einen funktionierenden und zukunftssichern Krankenversicherungsmarkt sei es wichtig, dass die Krankenkassen ihre Beiträge wieder selbst erheben dürfen. Aktuell ist der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung gesetzlich auf 15,5 Prozent festgelegt (Arbeitgeber: 7,3 Prozent, Arbeitnehmer: 8,2 Prozent).

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