zum Inhalt

GKV

GKV: DAK fusioniert mit der BKK Gesundheit

12. Oktober 2011

Erst vor kurzem bestätigte eine Pressesprecherin die Richtigkeit eines Artikels, in dem von Fusionsverhandlungen der BKK Gesundheit mit der DAK die Rede war. Nun scheint es amtlich zu sein: Die DAK wird Anfang 2012 mit der BKK Gesundheit fusionieren. Die aus der Fusion entstehende DAK Gesundheit wird mit rund 6,6 Millionen Mitgliedern die drittgrößte deutsche Krankenversicherung bilden. Bereits gestern erst stimmten beide Verwaltungsräte der Riesenfusion zu.

 

Fusion für Anfang 2012 geplant

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte um eine mögliche Fusion der beiden Krankenkassen. Nachdem eine Pressesprecherin der DAK die Gerüchte über eine Fusionsverhandlung bestätigte, stimmten gestern beide Krankenkassen der Fusion im Januar 2012 zu. Die DAK mit ihren rund 5,6 Millionen Versicherten und die BKK Gesundheit mit rund 1 Millionen Versicherten verschmelzen damit zu einer der größten deutschen Krankenversicherungen. Lediglich die Techniker Krankenkasse (TK) und die Barmer GEK besitzen dann noch mehr Versicherte.

 

Zusatzbeitrag bringt Krankenkasse in Schwierigkeiten

Die Mitgliederzahlen der DAK schrumpften aufgrund eines Zusatzbeitrags in den Jahren 2009/2010 um knapp 154.000 Versicherte. Rechnet man die Familienversicherten dazu, so wechselten innerhalb von 2 Jahren rund 233.000 Versicherte zu anderen Krankenkassen. Auch die BKK Gesundheit kam in den Vorjahren nicht um einen Zusatzbeitrag herum. Mit dem Zusammenschluss könnte damit nun Schluss sein und der Zusatzbeitrag könnte 2012 erstmals verschwinden.

 

 

Vergrößerung des Haushaltsvolumens auf 20 Milliarden Euro

Durch die Fusion der beiden Krankenkassen soll das Haushaltsvolumen auf rund 20 Milliarden Euro  vergrößert und die Verwaltungskosten reduziert werden. Auch für die Versicherten habe die Fusion große Vorteile, erklärte DAK-Chef Herbert Rebscher. So können die Versicherten zukünftig auf rund 850 Servicezentren und Geschäftsstellen der neuen DAK Gesundheit zurückgreifen. Viele Brancheninsider erwarten aufgrund der aktuellen finanziellen Schwierigkeiten auch in der Zukunft noch weitere Krankenkassenfusionen. Dies lässt sich auch sehr gut an der Entwicklung der gesetzlichen Krankenkasse nachvollziehen. Zum Start in den frühen Neunzigern existierten rund 1000 verschiedene Krankenkassen. Jetzt, rund 20 Jahre später, sind es nur noch 153, Tendenz sinkend.

 

BKK vor Ort & BKK für Heilberufe Fusion geplatzt

Nachdem mit der BKK vor Ort und der finanziell angeschlagenen BKK für Heilberufe schon die nächste Fusion in den Startlöchern stand, wurde diese nun plötzlich doch abgesagt. Grund dafür: Die Fusionskosten für die neue Krankenkasse stiegen von ursprünglich geplanten 28 Millionen Euro auf 52 Millionen Euro an.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie