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GKV

GKV: DAK dementiert Erhöhung des Zusatzbeitrages

25. März 2011

 

Einem Zeitungsbericht zufolge befindet sich die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) in einer kleinen Krise und kann diese nur durch Stellenabbau sowie die Erhöhung des Zusatzbeitrages bewältigen. Das Bundesversicherungsamt (BVA) hatte die nicht vorhandenen finanziellen Rücklagen gerügt, die DAK hingegen dementiert diese Aussagen und weist eine Erhöhung des Zusatzbeitrages zurück.

Rücklagen um ein Vielfaches unter gesetzlichem Mindestmaß

Laut Financial Times Deutschland fehlen angeblich derart die finanziellen Mittel, dass das BVA einen Stellenabbau und die Erhöhung des Zusatzbeitrages gefordert hatte. Das BVA ist quasi die Aufsichtsbehörde für alle „bundesunmittelbaren“ Krankenkassen. Die DAK hat Financial Times derzeit nur eine Rücklage von etwa 33 Millionen Euro. Gesetzlich vorgeschrieben ist für gesetzliche Krankenkassen aber eine Rücklage von mehr als dem 10-fachen des jetzigen Wertes. Auf diesen Vorwurf reagierte die DAK sofort und wies auf die steigenden Einnahmen sowie die positive Entwicklung des Geschäftes hin.

Zusatzbeitrag-Erhöhung kommt nicht in Frage

Den Zusatzbeitrag zu erhöhen, wäre ein Mittel, den angeblichen Geldmangel zu beseitigen. Da die DAK aber erst im letzten Jahr über 100.000 Kunden an Krankenkassen ohne Zusatzbeiträge verloren hatte, kommt wohl eine Erhöhung nicht in Frage. Der Zusatzbeitrag wird bei 8 Euro bleiben.

„Dem Vorwurf fehle jede sachliche Grundlage“.

Die DAK wies den Zeitungsbericht der FTD als Spekulation aus, dem jede sachliche Grundlage fehle. Gleichzeitig wies Sie auf einen operativen Gewinn von 62 Millionen Euro aus dem Geschäftsjahr 2010 hin. Für 2011 erwarte man einen Gewinnanstieg auf ca. 200 Millionen Euro. Bereits letztes Jahr gab es laut Aussage der DAK, 21 Krankenkassen, welche das Rücklagelimit deutlich unterschritten hatten. Die DAK liegt derzeit unter der Aufsicht des BVA, die für das laufende Jahr bisher keine Beanstandungen bezüglich des Geldhaushalts geäußert hatten.

Stellenabbau hat bereits begonnen

Der Stellenabbau hingehen ist bereits Realität. So wurde bereits 2010 begonnen, über 600 Stellen in Deutschland abzubauen. Du diesen Abbau konnten angeblich 2,2 Prozent der Verwaltungskosten eingespart werden. Große Kritik gibt es auch an den Vorstandsgehältern der DAK. So verdiente Herbert Rebscher 2010 ca. 241.00 Euro, 5.000 Euro mehr als 2009.

 

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