zum Inhalt

GKV

GKV: City BKK pleite

4. Mai 2011

 

Das Bundesversicherungsamt hat nun nach eingehender Untersuchung beschlossen, die gesetzliche Krankenkasse City BKK zum 01. Juli zu schließen. Diese Entscheidung war leider unvermeidlich, da eine langfristige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kasse nicht mehr gesichert ist, begründete das DVA seine Entscheidung. Das von der City BKK vorgelegte Sanierungskonzept konnte leider aufgrund der hohen Abgangszahlen nicht vor einer Schließung schützen.

City BKK bereits mit überdurchschnittlichen Leistungsausgaben vorbelastet

Die Krankenkasse war bereits vor der Einführung des Gesundheitsfonds mit einem großen Anteil an Versicherten mit überdurchschnittlichen Leistungsausgaben vorbelastet. Aus diesem Grund war sie bereits früher auf eine finanzielle Unterstützung durch andere Krankenkassen angewiesen, so Dr. Maximilian Gaßner, Präsident des BVA.

Versicherungsschutz bleibe weiterhin bestehen

Der Versicherungsschutz der City BKK Versicherten bleibe der Versicherungsschutz aber weiter bestehen, so Gaßner. Der Schutz werde so lange aufrechterhalten, bis die Versicherten eine neue Versicherung abgeschlossen haben. Forderungen von Ärzten, Apotheken sowie Krankenhäusern seien ebenfalls gesichert. Nach der Schließung am 01. Juli beginnt das Abwicklungsstadium, d.h. die Krankenkasse besteht so lange weiter, bis alle Forderungen von Gläubigern erfüllt worden sind. Der Prozess wird vom zuständigen Landesverband sowie vom BKK Bundesverband begleitet.

Hilfspaket konnte Pleite nicht verhindern

Ein Hilfspaket in Höhe von 40 Millionen Euro, welches im Herbst 2010 vom BKK-Verband zusammengestellt wurde, konnte die City BKK nicht retten. Nun muss durch die BVA entschieden werden, ob der City BKK nach der Abwicklungsphase eine Chance auf eigenständige Zukunft gewährt wird. Aktuell ist die Krankenkasse noch zahlungsfähig. Aus diesem Grund werden momentan noch die Zahlen des ersten Quartals geprüft. Aktuell liegt die Zahl der Versicherten bei 183.000, wobei  es Anfang des Jahres rund 10.000 Versicherte mehr waren. Dieses machten aber aufgrund des erhobenen Zusatzbeitrag von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie