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GKV

GKV: BKK Novitas fordert Millionensumme von Krankenhäusern zurück

23. Mai 2011

Im vergangenen Jahr wurden von der gesetzlichen Krankenkasse Novitas BKK 6,4 Millionen Euro von den Krankenhäusern zurückgefordert. Grund dafür waren falsche Krankenhausrechnungen, welche jetzt nach einer gründlichen Überprüfung reklamiert wurden.

Hälfte der geprüften Rechnungen war falsch

Insgesamt sollen nur 16.000 von 100.000 Krankenhausrechnungen überprüft werden. Glück für die Krankenhäuser, bisher war rund die Hälfte aller geprüften Rechnung falsch. 70 Prozent der Überprüfungen sollen bereits abgeschlossen sein. Die momentane Rückforderung der Novitas BKK liegt bei rund 6,4 Millionen Euro. Vorstandschef Rainer Geisler rechnet nach der kompletten Überprüfung aller Rechnungen mit einer Gesamtsumme von rund 8 Millionen Euro. Geisler weiter: „Die Hälfte der geprüften Rechnungen war falsch, damit liegen wir deutlich über dem Bundesdurchschnitt von einem Drittel“.

Kassen sind zu Rechnungsprüfung verpflichtet

Sollte die Krankenkasse eine Krankenhausrechnung zur Überprüfung heranziehen, sich die Überprüfung aber als unberechtigt herausstellen, so müsse die Krankenkasse 300 Euro Strafe an das Krankenhaus zahlen, kritisierte Geisler. Insgesamt waren es 2010 rund 1,5 Millionen Euro, die die Novitas BKK aufgrund nicht vorhandener Fehler zahlen musste. Ein wenig unfair, sollte sich in der Krankenhausrechnung ein Fehler finden, so müssen die Krankenhäuser das Defizit lediglich ausgleichen. Da die Kassen aber zu einer Überprüfung der Rechnungen verpflichtet seien, bringe dies die Kassen in eine schwierige Situation so Geisler.

 

Faire Lösung

Der GKV-Spitzenverband setzt sich schon länger dafür ein, die ungerechten Strafzahlungen aufzuheben bzw. eine faire Lösung für beide Seiten zu finden. Geisler sagte in einem Interview:“ Mit dem geltenden Recht setzt der statt einen Fehlanreiz und benachteiligt gründlich und ehrliche Krankenhäuser gegenüber nachlässigen oder gar unehrlichen“.

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