zum Inhalt

GKV

GKV: BKK für Heilberufe schließt zum Jahresende

2. November 2011

Nun ist es endgültig.  Die BKK für Heilberufe wird am 31.12.2011 ihre Pforten für immer schließen. Dies bestätigte das Bundesversicherungsamt (BVA) heute in einer Pressemitteilung. Damit handelt es sich dieses Jahr bereits um die 2. Krankenkasse, die aus finanziellen Gründen geschlossen werden muss. Rund 110.000 Versicherte müssen sich nun nach einer neuen Krankenkasse umsehen.

 

BKK für Heilberufe: Schließung zum 31.12.2011

Es ist beschlossene Sache. Das Bundesversicherungsamt gab am heutigen Mittwoch die Schließung der BKK für Heilberufe zum Ende des Jahres bekannt. „Die in den letzten Jahren eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen haben leider nicht gegriffen“, bestätigt Dr. Maximilian Gaßner, Präsident des BVA den traurigen Entschluss. Bereits vor einigen Jahren stand es finanziell schlecht um die Krankenkasse. Die Mitgliederzahlen waren bereits vor der Einführung des Gesundheitsfonds rückläufig, nach dessen Einführung kamen zusätzlich noch weitere Probleme hinzu.

 

Geordnete Abwicklung hat oberste Priorität

Da die Versicherten der BKK für Heilberufe bereits über eine mögliche Schließung informiert wurden, geht das BVA davon aus, das es nicht zu einem Chaos wie bei der Schließung der City BKK kommen wird. Auch ein derartiges Verhalten der anderen Krankenkassen wie im Falle der City BKK sei nicht zu erwarten. Es ist davon auszugehen, dass die anderen Krankenkassen aus den Geschehnissen gelernt haben. Trotzdem will das BVA das Verhalten der anderen Krankenkassen nun genau beobachten und bei Zuwiderhandlungen sofort einschreiten. Der AOK-Bundesverband erklärte bereits, dass alle Versicherten der BKK für Heilberufe willkommen seien. Gesundheitsminister Daniel Bahr mahnte die Krankenkassen noch einmal eingängig vor Ablehnungen. „Die Kassen hätten nun die Möglichkeit, die Imageschäden aus dem Fall der City BKK zu begleichen“, so Bahr.

 

 

BKK-Verband bietet Hilfe an

Ginge es nach der gesundheitspolitischen Sprecherin der Linkspartei, Martin Bunge, so ist bereits ein Schuldiger für die großen finanziellen Probleme zahlreicher Krankenkassen gefunden. Ihrer Meinung nach würden durch den Risikostrukturausgleich zahlreiche Krankenkassen mit älteren und kranken Versicherten „systematisch benachteiligt“.

Um den Versicherten den Krankenkassenwechsel so einfach wie möglich zu machen, bietet die BKK-Gemeinschaft unter der Hotline 0211 6982 8080 (Pflichtversicherte)bzw. 0211 6982 8090 (freiwillig Versicherte) ihre Hilfe an. Auch Ärzte und Apotheker kündigten ihre Unterstützung an. Bis zur endgültigen Abwicklung der Kasse sollen außerdem alle Versicherungskarten weiter funktionieren. Auch die Leistungsvergütung ist weiterhin abgesichert.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie