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GKV

GKV: BKK advita ab April 2012 ohne Zusatzbeitrag

21. Dezember 2011

Für 2011 steht den gesetzlichen Krankenkassen ein ordentlicher Überschuss ins Haus. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, dass viele Krankenkassen ankündigten, Anfang 2012 bzw. im Laufe des Jahres den Zusatzbeitrag abschaffen zu wollen. Nun kündigte auch die BKK advita offiziell an, den Zusatzbeitrag ab April 2012 nicht mehr erheben zu wollen.

 

Abschaffung des Zusatzbeitrages im April 2012

Aus einem aktuellen Bericht der „Ärzte Zeitung“ geht hervor, dass die gesetzliche Krankenkasse BKK advita im Laufe des kommenden Jahres den Zusatzbeitrag von aktuell 6,50 Euro abschaffen möchte. Die Entscheidung des Verwaltungsrates der BKK advita sei dazu bereits gefallen, wie es in einer offiziellen Ankündigung heißt. Grund für die Entscheidung gegen den Zusatzbeitrag sei die gute finanzielle Situation der Kasse. Für Ende 2011 rechne man mit deutlichen Überschüssen und auch im kommenden Jahr erwarte man ein ähnlich gutes Ergebnis. Die Abschaffung des Zusatzbeitrags ist jedoch noch nicht ganz offiziell, das grüne Licht des Bundesversicherungsamtes (BVA) steht bisher noch aus.

 

Experten rechnen bereits 2013 wieder mit ersten Zusatzbeiträgen

Aktuell gehören der BKK advita rund 43.000 Versicherte sowie rund 5.000 Firmenkunden an. Dabei agiert die BKK advita aktuell besonders als Versicherer bei ehemaligen Trägern. Sie ist daher verantwortlich für eine große Zahl an Versicherten in Unternehmen wie der Carl Zeiss AG, der Schott AG oder der KSB AG. Wie lange die Aussetzung des Zusatzbeitrags jedoch anhalten soll, dazu ist nicht bekannt. Viele Experten rechnen bei einer Vielzahl von gesetzlichen Krankenkassen bereits im Jahre 2013 mit ersten Reaktivierungen der Zusatzbeiträge.

 

 

Krankenkassen können nun Boden wieder gutmachen

Mit der Abschaffung der Zusatzbeiträge haben viele gesetzliche Krankenkassen nun die Möglichkeit, den verlorenen Boden der letzten Jahre wieder gut zu machen. Viele Kassen verloren eine große Zahl an Mitgliedern, da diese aufgrund ihres Sonderkündigungsrechts in Krankenkassen ohne Zusatzbeitrag wechselten. Nach statistischen Berechnungen wechselten rund 10 Prozent der gesetzlich Versicherten ihre Krankenversicherung aufgrund eines Zusatzbeitrages. Wie schwer dies die Krankenkassen treffen kann, zeigen die Fälle der City BKK sowie der BKK für Heilberufe, die 2011 ihre Pforten schließen mussten. Viele Versicherte hatten hier aufgrund des Zusatzbeitrages die Krankenkasse gewechselt und die Kassen so noch tiefer in die finanziellen Probleme gerissen.

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