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GKV

GKV: Beschleunigte eGK-Einführung durch GKV-Spitzenverband Konzept

21. September 2011

Viele Krankenkassen haben nun mit der Ausgabe der neuen elektronischen Gesundheitskarte (eGK) begonnen. Mit einem vom GKV-Spitzenverband erarbeiteten Konzept könnte der Aufbau der neuen Telematikinfrastruktur zur Nutzung der eGK beschleunigt werden. Bisher haben noch nicht alle Krankenkassen mit der Ausgabe der neuen eGK begonnen, bis Ende des dritten Quartals 2011 soll dies aber bei allen gesetzlichen Krankenversicherungen der Fall sein. Damit versuchen die Kassen den gesetzlichen Auflagen, bis Ende 2011 mindestens 10 Prozent ihrer Versicherten mit einer eGK auszustatten, nachzukommen.

 

eGK-Einführung schreitet nur zögerlich voran

Bereits in der  Vergangenheit wurde die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte immer wieder verschoben, erst im Zuge des GKV-Finanzierungsgesetzes setzte die Regierung den Kassen erstmals Einführungsfristen. Trotz der nun voranschreitenden Ausgabe der neuen eGK, sei die Entwicklung noch nicht so weit vorangeschritten wie eigentlich gewünscht, so Rainer Höfer vom GKV-Spitzenverband. Eine komplette Einführung sei aber aus logistischen Problemen nicht möglich. So hätten bisher noch nicht alle der rund 70 Millionen Versicherten ein passendes Lichtbild bei ihrer Krankenversicherung hinterlegt. Das Lichtbild soll einen Missbrauch der Karte durch Dritte verhindern.

 

eGK-Infrastruktur Ausbau soll mit Konzept beschleunigt werden

Aber nicht nur die Verteilung der Karten, auch der Aufbau der für die Funktionsnutzung benötigten Infrastruktur ist bisher noch nicht auf einem zufriedenstellenden Level. Bisher diene die neue eGK nur als normale Versichertenkarte, Zusatzfunktionen wie die Online-Krankenakte oder die Abrufung persönlicher Daten sei bisher noch nicht möglich. Die entsprechenden Funktionen sollen aber erst in den nächsten Jahren nachgereicht werden. Mit einer vollständigen Freischaltung aller Funktionen rechnen Experten frühestens in 8 bis 10 Jahren.

 

 

Konzept Entscheidung für Ende 2011 erwartet

Aufgrund dieses Problems hat der GKV-Spitzenverband nun ein Konzept erarbeitet, mit dem der Ausbau der Infrastruktur schneller voranschreiten soll. Das Konzept „Alternative 2012“ sieht eine Unterteilung des Ausbaus einzelne Schritte vor. So sollen in „Stufe 1“ zunächst die Grundsteine wie das Versichertenstammdatenmanagement sowie die Kommunikation mit den Leistungserbringern realisiert werden. Mit dem Konzept will der GKV-Spitzenverband einen schnelleren Ausbau des Infrastrukturnetzes erreichen. So könnten bereits im Frühjahr 2012 erste Online-Funktionen der neuen elektronischen Gesundheitskarten genutzt werden. Vor einer Umsetzung des Konzepts muss dieses aber noch durch einen Ausschuss geprüft und getestet werden. Eine Entscheidung über das Konzept des Verbandes werde spätestens für Ende Dezember 2011 erwartet.

 

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