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GKV

GKV: Ausgaben für Arzneimittel stiegen im Mai deutlich

12. Juli 2011

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel sind im Mai wieder deutlich gestiegen. Auch die Kosten für Impfstoffe und Testdiagnostika kletterten in die Höhe. Laut IMS Health beliefen sich die Arzneimittelkosten für den Mai 2011 auf rund 2,6 Milliarden Euro. Rabattverträge für Arzneimittel seitens der Krankenkassen sind hier allerdings noch nicht mit eingerechnet.

 

Kostensteigerung von 8 Prozent

Mit Arzneimittelkosten von rund 2,6 Milliarden Euro im Mai stiegen die Kosten im Vergleich zum Vormonat um rund 8 Prozent an. Im Mai hatte IMS Health noch einen Ausgabenrückgang von rund 8,1  verzeichnet. Der Absatz von Medikamentenpackungen ging um rund 4,1 Prozent zurück. Der starke Kostenanstieg zog sich allerdings durch die komplette Branche, manche Arzneigruppen verzeichneten sogar einen Anstieg im unteren zweistelligen Bereich. Antiallergika legten, wahrscheinlich durch das warme Wetter bedingt, überdurchschnittlich stark zu.

 

Kosten für Impstoffe stiegen deutlich

Insgesamt verzeichnete die GKV einen Anstieg von 7,6 Prozent bei den Arzneikosten. Impfstoffe sind in dieser Rechnung allerdings nicht enthalten, da diese über eine separate Kostenstelle abgerechnet werden. Impfstoffe legten um rund 25 Prozent zu. Vor allem HPV- und FSME-Vakzine schlugen mit Kostensteigerung von bis zu 42 zu Buche, gefolgt von Pneumokokken-Impfstoffen mit 22 Prozent und Mehrfach-Impfstoffen mit 20 Prozent.

 

 

Arzneimittelkosten auf gleichem Niveau

Rechnet man die Arzneimittelausgaben für die ersten 5 Monate 2011 zusammen, so kommt IMS Health auf ein gesamtes Volumen von  12,4 Milliarden Euro. Im Gegensatz zum Vorjahr sind das rund 2,3 Prozent weniger. Der Umsatz mit Arzneimittelpackungen stieg leicht um 2,4 Prozent auf 288 Millionen Stück.

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