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PKV

GKV: Arzneimittelrabatte gewinnen weiter an Bedeutung

7. Dezember 2011

Die Zwangsrabatte für Apotheker und Arzneimittelhersteller scheinen erste Wirkung zu zeigen. So belaufen sich die Einsparungen für die ersten 3 Quartale 2011 insgesamt auf knapp 3 Milliarden Euro. Der größten Anteil an den Einsparungen entfällt dabei auf die Rabatte mit Herstellern, gefolgt von Rabatten für Apotheken. Das Schlusslicht bilden hier die Zwangsrabatte des Großhandels. Insgesamt gaben die Apotheken 2011 rund 19 Millionen Packungen rabattfreie Arzneimittel aus, als noch 2010.

 

Rabatteinsparungen von fast 3 Milliarden Euro

Nach einer Analyse des IMS Health Institut entfallen rund 1,9 Milliarden der Zwangsrabatte, und damit der Löwenanteil, auf die Arzneimittelhersteller. Auf dem 2. Platz folgen die Apotheken, die einen Anteil von rund 1,03 Milliarden Euro an den Einsparungen haben. Den kleinsten Anteil hat der Großhandel mit nur 166 Millionen Euro. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres sanken die Ausgaben für Arzneimittel somit um 1,1 Prozent auf insgesamt 2,57 Milliarden Euro. Insgesamt gaben die gesetzlichen Kassen im Oktober rund 113 Millionen Euro für Impfstoffe aus.

 

Rückgang der Verordnungskosten um 2,5 Prozent

In der Statistik des IM Health sind jedoch keine Rabatte berücksichtigt worden, die von den Krankenkassen mit den Herstellern individuell festgelegt wurden. Die Zahl der abgegebenen Arzneimittel-Packungen sank um ein knappes Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch die Verordnungskosten des bisherigen Jahres sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 2,5 Prozent auf 24,91 Milliarden Euro.

 

 

Ärzte unterstützen Rabattverträge

Während die Rabattverträge bereits 2010 eine wichtige Rolle für die gesetzlichen Krankenkassen spielten, scheint deren Bedeutung 2011 noch einmal zugenommen zu haben. So stieg die Abgabe von patentfeien, und somit rabattierten Arzneimittelpackungen um rund 19 Millionen Stück bis Oktober 2011. Auch der gesamte Anteil an rabattierten Arzneimitteln konnte bisher um rund 4 Prozent zulegen. Bis Ende Oktober 2011 wurden insgesamt 446 Millionen Arzneimittel rabattiert ausgegeben. Ist es einem Arzt bekannt, dass ein Rabattvertrag für ein Arzneimittel besteht, so wird immer häufiger auf das Aut-idem-Kreuz verzichtet. Das Weglassen des Kreuzes erlaubt es dem Apotheker, einen Austausch des patentierten Präparats gegen ein patentfreies Präparat vorzunehmen. Insgesamt verzichteten bis Oktober 92,5 Prozent aller Ärzte auf das Setzen des Kreuzes.

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