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GKV

GKV: Arzneimittelausgaben im ersten Halbjahr 2011 leicht gesunken

8. August 2011

Die Ausgaben für Arzneimittel der gesetzlichen Krankenkassen sanken im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,5 Prozent. Insgesamt gaben die gesetzlichen Krankenkassen rund 14,75 Milliarden Euro für ärztlich verordnete Arzneimittel, Impfstoffe sowie Testdiagnostika aus.

 

Ausgabenrückgang für Arzneimittel um 3,5 Prozent

Laut des Beratungsunternehmens IMS Health gaben die gesetzlichen Krankenversicherungen in den ersten 6 Monaten 2011 3,5 Prozent weniger für Arzneimittelausgaben aus als im Vergleichszeitraum 2010. Die Menge der abgegebenen Packungen nahmen allerdings um rund 0,8 Prozent auf 339,5 Millionen Packungen zu.

 

Arzneimittelausgaben von 2,35 Milliarden Euro im Juni

Die Arzneimittelausgaben für den Juni 2011 betrugen rund 2,35 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Juni 2010 handelte es sich dabei um einen Rückgang von 9,6 Prozent. Allerdings hatte der Juni 2011 2 Arbeitstage weniger als der Juni 2010, weshalb der Unterschied auch so groß ausfällt. Die Arzneimittelausgaben im Mai 2011 fielen durch 3 zusätzliche Arbeitstage auf. Bereinigt man diese Rechnung, so betrug der Rückgang der Arzneimittelausgaben nur rund 2 Prozent.

 

 

Zwangsabschläge senken Ausgaben

Neben den Arzneimittelrabatten halfen auch die Zwangsabschläge, die Arzneimittelausgaben zu bremsen. Die Ausgaben für Rabatte addierten sich im ersten Halbjahr 2011 auf rund 1,9 Milliarden Euro. Der größte Teil dieser Zwangsabschläge entfiel dabei auf die Hersteller mit einem Anteil von 1,135 Milliarden Euro. Apotheker kamen auf einen Anteil von 619 Millionen Euro Der Abschlag des Großhandels belief sich dabei lediglich auf 98 Millionen Euro.

 

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