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PKV

GKV: AOK und Barmer GEK wimmeln City BKK Mitglieder ab

11. Mai 2011

 

Nach dem Bekanntwerden der City BKK Pleite, müssen sich nun 120.000 Menschen eine neue Krankenversicherung suchen. Nachdem nun die Hanseatische Krankenkasse mit Ablehnungsvorwürfen Schlagzeilen machte, folgen nun auch AOK und die Barmer GEK ihrem Beispiel und sollen gerade ältere Kunden am Telefon abgewimmelt haben, obwohl eine gesetzliche Aufnahmepflicht bestehe.

 

Krankenkassen wimmeln Senioren am Telefon ab

Scheinbar möchte keine gesetzliche Krankenkasse die Mitglieder der nun bankrotten City BKK aufnehmen. Nachdem nun erst die HEK Senioren am Telefon abwimmelte, folgen nun weitere Krankenkassen ihrem negativen Beispiel. Mittlerweile dementierte die HEK diese Vorwürfe und lies über einen Pressesprecher verkünden, es habe sich hier schlichtweg um ein Missverständnis gehalten. Der Tagesspiegel berichtete aber nun, dass auch die AOK sowie die Barmer GEK ältere Mitglieder systematisch am Telefon abwimmeln lassen. So werde z. B. behauptet, „die Kasse sei schon voll“ oder es werde auf Filialen mit sehr stark begrenzten Öffnungszeiten hingewiesen.

 

„Das Verhalten der Krankenkassen ist klar rechtswidrig“

Das Bundesversicherungsamt, welches die Insolvenz als oberste Aufsichtsbehörde beobachtet, bestätigte, das Beschwerden über andere Krankenkassen vorliegen. Torsten Nowak, Sprecher der City BKK sagte in einem Interview, „Das Verhalten der anderen Krankenkassen ist ein totales Unding und müsse dringend abgestellt werden.“ BVA-Präsident Dr. Maximilian Gaßner erklärte, „Das Verhalten der anderen Krankenkassen ist klar rechtswidrig. Sobald wir als Aufsichtsbehörde davon erfahren, werden wir allen rechtlichen Konsequenzen nachgehen.“

 

Task Force soll bei Schlichtung helfen

Nun soll eine „Task Force“ eingesetzt werden. Eine Gruppe, die die Streitigkeiten zwischen den einzelnen Krankenkassen lösen soll. Die Idee dazu stammte vom BKK-Verband. Ein erstes Treffen soll kommende Woche stattfinden. Dort sollen unter anderem auch Lösungswege für komplizierte Fälle eines Kassenübergangs von Versicherten erarbeitet werden.

 

Wechsel in die PKV möglich

Viele der Mitglieder der nun insolventen City BKK haben aber auch die Möglichkeit, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Dies gilt allerdings nur für freiwillig Versicherte. Ein Wechseln ist noch bis zum Herbst 2011 möglich. Natürlich müssen aber auch freiwillig Versicherte die Vorausetzungen für den Eintritt in die PKV erfüllen.

 

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