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GKV

GKV: AOK Saarland & AOK Rheinland-Pfalz fusionieren

20. Dezember 2011

2011 war das Jahr der Krankenkassenfusionen.  Auch für 2012 rechnen viele Experten aus der Branche mit zahlreichen Fusionen. Nun gaben die AOK Rheinland-Pfalz und die AOK Saarland bekannt, zum 01. März 2012 fusionieren zu wollen. Zuvor war eine Fusion mit der IKK Südwest gescheitert. Während der Verwaltungsrat der AOK Rheinland-Pfalz sein OK für eine Fusion bereits am 07. Dezember abgegeben hatte, stimmte der Verwaltungsrat der AOK Saarland erst am gestrigen Montag einer Fusion im kommenden Jahr zu.

 

Fusion von AOK Saarland und AOK Rheinland-Pfalz für März 2012 geplant

Lediglich das OK der Aufsichtsbehörden beider Länder fehlt den Krankenkassen noch für einen Zusammenschluss. Seinen Sitz soll die neue Krankenkasse künftig in Eisenberg, in Rheinland-Pfalz, dem jetzigen Sitz der AOK Rheinland-Pfalz haben. Mit dem Zusammenschluss summieren sich die Mitglieder beider Ortskrankenkassen auf rund 1,2 Millionen Versicherte. Für deren Wohl sorgen dann insgesamt rund 3300 Mitarbeiter. Neuer Chef der fusionierten Krankenkasse soll dann zunächst Walter Bockemühle sein, dessen Vertrag noch bis zum 31.12.2012 bei der AOK Saarland läuft. Bis zum Ende seines Vertrages will er die neue Krankenkasse leiten.

 

Krankenkassen schließen weitere Fusionen nicht aus

Weitere Fusionen wollen die Verwaltungsräte beider Krankenkasse nicht ausschließen. Zu diesem Zweck soll ein Fusionsausschuss gegründet werden, der mögliche Zusammenschlüsse untersucht und vorbereiten soll. Eine Fusion der beiden Krankenkassen mit der IKK Südwest war im September 2011 gescheitert. Beide Krankenkassen kündigten außerdem an, keine Schritte unternehmen zu wollen, die den Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge hätten. Sollte es zu einem Abbau von mehr als 50 Arbeitsplätzen kommen, so müssen das Gesundheitsministerium Saarlands sowie die reinland-pfälzische Aufsichtsbehörde über diese Umstände informiert werden.

 

 

Experten erwarten weitere Fusionen für 2012

Die Verwaltungsräte beider Krankenkassen begrüßten die Fusion. Mit dieser Fusion sei es möglich, den Versicherten weiterhin einen hohen Versicherungsschutz sowie eine gute Betreuung und einen guten Service zu bieten. Die Fusion ist jedoch für keinen der Beteiligten eine Überraschung. Bereits nach dem Scheitern der Fusion mit der IKK Südwest hatte sich eine derartige Fusion abgezeichnet. Neben dieser Fusion erwarten Branchenkenner für 2012 einige weitere Fusionen auf dem Krankenkassensektor. Gerade kleinere Krankenkassen suchen immer häufiger die Möglichkeit einer Fusion, um auf dem Markt gegen die „Branchenriesen“ weiter bestehen zu können.

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