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GKV

GKV: AOK Rheinland / Hamburg zieht Fusionsangebot zurück

18. Oktober 2011

Nachdem gestern noch die AOK Rheinland / Hamburg als möglicher letzter Retter der BKK für Heilberufe in die Runde geworfen wurde, zog auch sie nun ihr Übernahmeangebot zurück und versetzte damit der BKK für Heilberufe den Todesstoß. Die drohende Pleite scheint nun nicht mehr abwendbar zu sein. Dieser Überzeugung ist auch Wilfried Jacobs, Chef der AOK. Die Fusion mit einer anderen Krankenkasse ist die letzte Möglichkeit, die drohende Pleite abzuwehren. Die hohen Fusionskosten von knapp 53 Millionen Euro schreckten jedoch bereits 4 mögliche Fusionspartner ab.


BKK für Heilberufe steht vor der Pleite

Die Fusionskosten von knapp 53 Millionen Euro seien einfach zu hoch, gab AOK Chef Jacobs bekannt. Da helfe auch die Fusionshilfe der Betriebskrankenkassen nicht, die Kosten seien einfach zu hoch. Die AOK Rheinland / Hamburg zog heute nun nach reiflicher Überlegung ihr Übernahmeangebot an die BKK für Heilberufe zurück. Zuvor sprangen bereits die BKK ESSANELLE, die BKK vor Ort und die Deutsche BKK als Fusionspartner ab.

Auch die BKK für Heilberufe selbst scheint nicht mehr an eine Rettung zu glauben. Ein Sprecher des Unternehmens gab bekannt, dass sich das Unternehmen nun auf die Schließung vorbereite. Zwar laufen aktuell noch Gespräche mit dem Bundesversicherungsamt, allerdings ist die Hoffnung verschwindet gering, doch noch einen Fusionspartner zu finden. Die Schließung der Krankenkasse würde dann zum 31. Dezember 2011 stattfinden.

 

 

AOK & BKK Essanelle wollen Angestellte übernehmen

Um ein Chaos wie im Falle der City BKK zu vermeiden, sollen alle Versicherten im Falle einer Schließung einen Bescheid bekommen, auf dem sie lediglich die neue Wunschkrankenkasse ankreuzen müssen. Um die Abwicklung kümmere sich dann die BKK für Heilberufe. Insgesamt beherbergt die BKK für Heilberufe noch rund 120.000 Versicherte, wobei rund 40.000 über die kostenlose Familienversicherung versichert sind.  Für die Zukunft der noch rund 240 Angestellten der BKK für Heilberufe scheint jedoch gesorgt zu sein. So bekundeten bereits die BKK Essanelle und AOK Rheinland /Hamburg großes Interesse an den verbliebenen Mitarbeitern.

Im Falle der City BKK wiesen viele Krankenversicherungen die Versicherten der City BKK ab und verwiesen sie an andere Krankenkassen. Um derartige Geschehnisse zu verhindern und eine einfache Abwicklung zu garantieren, will die AOK eine Telefonhotline für Versicherte der BKK für Heilberufe einrichten.

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