zum Inhalt

GKV

GKV: AOK Plus führt elektronische Gesundheitskarte ein

16. August 2011

Ursprünglich sollte die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) bereits schon vor einigen Jahren eingeführt werden und die jetzige Versichertenkarte ablösen. Aufgrund von diversen technischen Problemen verschob sich dieses Vorhaben aber immer weiter. Nun wollen aber einige Krankenkassen so langsam mit der Einführung anfangen, die AOK PLUS will die neue eGK nun bis spätestens zum Frühjahr 2013 komplett eingeführt haben.

 

Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte

Die Vorteile der eGK liegen zu mindestens auf dem Papier klar auf der Hand. So sollen mit der neuen eGK in Zukunft beispielsweise Doppeluntersuchungen vermeiden werden, da alle Daten wie Patientenakten und Medikamentenlisten auf der neuen Karte gespeichert werden sollen. Versicherte sollen außerdem ihre persönlichen Daten online einsehen können. Bisher ist nur die Speicherung der persönlichen Daten wie Name, Adresse und Alter möglich. Alle weiteren Funktionen sollen mit der Zeit nachgereicht werden.

 

AOK Plus führt als zweite KV die eGK ein

Nach der AOK Hessen will nun auch die AOK PLUS damit anfangen, die Elektronische Gesundheitskarte einzuführen. Dieses Vorhaben soll spätestens im Frühjahr 2013 angeschlossen sein. Die ersten Versicherten wurden bereits per Brief dazu aufgefordert, ein konformes Passfoto an die AOK zu schicken. Bis zum Erhalt der neuen eGK bleibt die alte Versichertenkarte natürlich weiter gültig.

 

 

eGK-Einführung sorgt für großen Kostendruck

Die Krankenkassen stehen zusätzlich unter einem enormen Kostendruck. Bis Ende 2011 müssen alle Krankenversicherungen mindestens 10 Prozent ihrer Versicherten mit der neuen eGK ausstatten. Dies wurde unter dem ehemaligen Gesundheitsminister Rösler im GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz verankert. Erreicht eine Krankenkasse das vorgesehen Ziel von 10 Prozent nicht, so muss sie eine Minderung der Verwaltungskosten für 2012 hinnehmen. Dabei werden die Zahlen von 2010 für die Berechnung herangezogen, was bei 9 Milliarden Euro Verwaltungskosten aller Krankenkassen rund 180 Millionen Euro macht.

 

Weitere Artikel aus dieser Kategorie