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GKV

GKV: AOK-Patientenquittung könnte Arztquittung ersetzen

6. September 2011

Bereits seit einigen Jahren können gesetzliche Versicherte von ihrem Arzt eine Quittung nach der Behandlung verlangen, allerdings machten bisher nur die wenigstens Patienten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Nun möchte die AOK ihren Versicherten mit der elektronischen Patientenquittung helfen, ihre Gesundheitskosten im Auge zu behalten und den Abruf dieser von überall zu ermöglichen.

 

AOK Pattienquittung soll für mehr Transparenz sorgen

AOK Versicherte können sich für den neuen Dienst der AOK auf www.aok-patientenquittung.de registrieren. Nach der Registrierung erhalten sie dann einen Code, mit dem sie sich auf der AOK Seite einloggen können. Von dieser Webseite aus kann der Versicherte dann die gewünschten Unterlagen von der AOK anfordern. Neben den Kosten für Arzneimittel sollen sich dort auch Quittungen aus Krankenhausbehandlungen sowie ambulanten Behandlungen einsehen lassen. Allerdings handelt es sich bei den Angaben nicht um punktgenaue Angaben, da beispielsweise Arzneimittelrabatte sowie Mengenrabatte nicht berücksichtigt werden. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfang Zöller beschrieb das System als großen Fortschritt. Mit dem neuen System sollen die Patienten einen besseren Überblick über ihre Gesundheitskosten bekommen. Das System könnte so außerdem für mehr Transparenz bei der Abrechnung sorgen. Versicherte könnten die Abrechnung von Gesundheitskosten so besser nachvollziehen, so Martin Litsch, Vorstandsvorsitzende der AOK NordWest.

 

Nachteil der AOK Patientenquittung

Einziger Nachteil des Systems, es könnte einige Wochen dauern, bis der Versicherte die angeforderten Daten erhält. Eine kurze Versanddauer innerhalb weniger Tage sei aktuell logistisch nicht machbar, so Litsch. Viele Ärzte reagierten positiv auf das neue System der AOK. So könne man für mehr Transparenz bei den Versicherten sorgen und gleichzeitig die Praxen, wenn auch nur um ein kleines Stück, entlasten. Viele Ärzte versprechen sich von dem neuen System einen Rückgang der Nachfrage nach dem Ausdruck der Arztquittung. Jedoch gab es auch von einigen Ärzten Kritik. So befürchten einige Mediziner, das Projekt könne als Kontrollinstrument für die Versicherten dienen.

 

 

Ende des Testlaufs für Ende 2011 vorgesehen

Bisher befindet sich das Projekt „elektronische Arztquittung“ noch in einem Testlauf, der bei Erfolg des Projekts auf alle AOKen bundesweit ausgeweitet werden soll. Ein Ende des Testlaufs ist für Ende 2011 / Anfang 2012 vorgesehen. Bisher haben sich rund 6000 Versicherte registriert, um Zugang zu der elektronischen Patientenquittung zu erhalten.

 

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