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GKV

GKV: AOK Baden-Württemberg führt elektronische Gesundheitskarte ein

20. September 2011

Am gestrigen Montag startete die AOK Baden-Württemberg als erste gesetzliche Krankenversicherung mit der Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Zuvor wurden alle 3,8 Millionen Versicherte aufgefordert, ein Bild für den neuen Versichertenkartenersatz einzuschicken oder im Internet auf der AOK Homepage hochzuladen. Die AOK plant, spätestens bis Ende 2013 die Einführung der neuen eGK abgeschlossen zu haben.

 

Einführung der eGK oft verschoben

Ursprünglich sollte die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte bereits 2004 erfolgen, der Start wurde dann aber aufgrund technischer Differenzen verschoben. So wurde die Einführung immer weiter in die Zukunft geschoben, bis die Bundesregierung im Zuge des GKV-Finanzierungsgesetzes eine 10-prozentige Zwangseinführung aller gesetzlichen Krankenversicherungen bis Ende 2011 beschloss. Sollte eine Krankenkasse diese Werte nicht einhalten, so droht eine Kürzung des Haushaltsbudgets für das kommende Jahr von 2 Prozent.

 

Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte

Die eGK soll gegenüber der „alten“ Versichertenkarte große Vorteile mit sich bringen. So zu mindestens in der Theorie. Bisher sind viele der geplanten Funktionen für die neue eGK noch nicht verfügbar, sollen aber in Zukunft nachgereicht werden. Mit der eGK soll den Versicherten die Möglichkeit gegeben werden, ihre Versichertendaten bequem im Internet abzurufen. Außerdem sollen auch Krankenakten und medizinische Notfalldaten auf der neuen Gesundheitskarte gespeichert werden.

 

 

eGK-Einführung soll bis Ende 2013 abgeschlossen werden

Bei der AOK Baden-Württemberg sieht man der Einführung der neuen eGK positiv entgegen. Mit der Einführung mache das Gesundheitswesen einen großen Schritt in Richtung Zukunft und Modernisierung, so AOK Baden-Württemberg Vorstandschef, Dr. Rolf Hoberg. Während die alte Versichertenkarte kein Lichtbild enthielt, soll  die neue eGK mit einem Passfoto vor dem Missbrauch durch Dritte geschützt werden.  Die AOK Baden-Württemberg begann bereits 2008 mit dem Druck von Passfotos auf Versichertenkarte. So konnte man bereits rund 1,8 Millionen Lichtbilder von Versicherten sammeln. Der Mindestgrenze von 10 Prozent dürfte damit nichts mehr im Wege stehen. Beim Versand der neuen eGK sollen zunächst nur Versicherte bevorzugt werden, deren Versichertenkarte demnächst das Gültigkeitsdatum überschreitet und die schon ein Lichtbild bei der AOK hinterlegt haben. Bis Ende 2013 will die AOK die Einführung spätestens abgeschlossen haben.

 

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