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Gesundheit

Gesundheitsfond: Ärzte fordern Honorarerhöhung

20. Juli 2011

Der Gesundheitsfond weist aktuell einen Milliardenüberschuss auf, Ärzte sehen jedoch keinen Bedarf für eine Senkung der Beiträge, sie sehen eher einen Nachholbedarf bei den Arzthonoraren.

 

Ärztepräsident fordert Honorarerhöhung für Ärzte

Obwohl der Gesundheitsfond einen Milliardenüberschuss aufweist, stimmte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery die Versicherten auf höhere Beiträge ein. Als Hauptgrund gab Montgomery  die steigenden Ausgaben für den medizinischen Fortschritt  sowie die immer größerer werden Zahl von älteren Versicherten an. „Eine Erhöhung der Beiträge sei dabei nur eine Frage der Zeit“ sagte Montgomery in einem Interview mit der „Südwest Presse“.

 

Diskussion über Beitragssenkung überflüssig

Seiner Meinung nach sei eine Diskussion über eine mögliche Beitragssenkung absolut überflüssig. Zwar entwickeln sich die Arbeitslosenzahlen und die Konjunktur besser als gedacht, trotzdem sei dies kein Grund für Schnellschüsse. Diese Situation könne sich aber schnell ändern und Reserven ermöglichen eine schnelle Reaktion, so Montgomery.

 

Bürokratie des Gesundheitssystem bedarf Überholung

Vielmehr sieht der Ärztepräsident Nachholbedarf bei den Honoraren von niedergelassenen Ärzten. Laut Montgomery habe die Ärzteschafft in den letzten 30 Jahren 50 Prozent ihrer Kaufkraft verloren.  Außerdem müsste die teils unnötige Bürokratie des deutschen Gesundheitssystems überarbeitet werden und bessere Arbeitszeiten- und Bedingungen geschaffen werden.

 

 

Experten erwarten Kostenanstieg 2012

Trotz des riesigen Überschusses im Gesundheitsfond können rund 20 deutsche Krankenkassen die gesetzlich vorgeschriebenen Finanzreserven nicht einhalten. Für 2012 erwarten Experten weitere Steigerungen der Gesundheitskosten. Allerdings könnte es auch Entlastungen geben, beispielsweise durch Rabatte mit Pharmaherstellern.

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