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Gesundheit

Gesunde Kinder – das Umfeld ist entscheidend

7. März 2014

Zufriedene Eltern, zufriedene Kinder

Zufriedene Eltern, zufriedene Kinder

Ob gesetzlich oder privat versichert – wenn im Elternhaus alles rund läuft und die Erwachsenen zufrieden sind, haben die Kinder eine bessere Gesundheit.

Zufriedenheit ist wichtig

Ob die Eltern mit ihrem Leben zufrieden sind, hängt von vielen Faktoren ab – Arbeit, Geld, Freunde  und nicht zuletzt Gesundheit. Doch vor allem Geld wird dabei oft überbewertet. In manchen Familien gibt es davon reichlich, doch den Kindern fehlt Aufmerksamkeit. Langt das Geld aber ohne große Sorgen, so sind doch viele mit ihrem Dasein zufrieden – und dies wirkt sich auf die Gesundheit der Kinder aus.

Familienstudie 2014

Der AOK-Bundesverband hat eine Familienstudie vorgestellt. Diese besagt: haben die Eltern ein zufriedenstellendes Leben, sind rund ein Fünftel der Kinder krank. Sind die Erwachsenen ständig unzufrieden, steigt diese Zahl auf rund 35 %. Ein eklatanter Unterschied von 15 %. Wie kommt dieser zu Stande?

Vor allem psychisch bedingte Beschwerden

Rund 20 % der Befragten gab an, dass die Kinder innerhalb des letzten halben Jahres an Störungen gelitten hätten, und das mehrmals pro Woche. Dazu gehören Kopf- und Bauchschmerzen, Probleme beim Einschlafen und Gereiztheit. Unwohlsein und Benommenheit sind ebenfalls vertreten. Allerdings wurden dabei auch chronisch kranke Kinder erfasst wie solche mit Diabetes oder Asthma.

Körperlich und seelisch belastet

Die Kinder, die gesundheitliche Beschwerden haben, sind psychisch und seelisch stärker belastet, so stellt man weiterhin fest. Diejenigen Kinder, die weniger gesundheitliche Beschwerden haben, sind auch in der Schule oder in der Kita weniger mit Problemen belastet, sind nicht einsam oder ständig traurig. Insgesamt ein besseres Wohlbefinden, zu dem auch Freunde gehören, wird bescheinigt.

Besserung im Elternhaus

Vergleicht man die Ergebnisse mit jenen von vor 4 Jahren, stellt man fest, dass es den meisten Elternhäusern derzeit besser geht als damals. Was geblieben ist, ist der Unterschied zwischen Eltern als Partner und solchen, die alleinerziehend sind. Während die erste Gruppe zu 95 % zufrieden ist, sind es bei den Alleinerziehenden 80 %. Vorstellbar sind die größeren Probleme im Alltag, die demzufolge auch auf die Kinder wirken.

Wenig Zeit

Besserung ist in finanzieller, psychischer und körperlicher Hinsicht zu spüren, so die Studie. Verantwortlich dafür sei die bessere wirtschaftliche Entwicklung in den vier Jahren. Allerdings ist damit auch die Zeit knapper geworden. Denn Stress wegen zu wenig Zeit haben die meisten als belastend angegeben.

Möglichkeiten für besseres Zeitmanagement

Flexible Arbeitszeiten würden schon sehr helfen. Auch die verlässliche Kinderbetreuung ist wichtig. Ist das alles erfüllt, sind die Kinder in besserem gesundheitlichen Zustand. Rituale werden immer wieder als wichtig erkannt, wie gemeinsame Mahlzeiten. Schlechtes Gewissen der Erwachsenen, wenn diese einmal Zeit für sich brauchen, sei dagegen unangebracht. Denn auch auf diesem Wege geht es den Kindern im Anschluss besser.

Die Grundlage der Studie

Als Grundlage der Studie dienten die Ergebnisse von Telefonumfragen, die unter über anderthalbtausend Müttern und Vätern durchgeführt wurden.

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