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Gesundheit

Gesunde Ernährung kann Intelligenz bei Kindern fördern

14. Februar 2011

Dass sich eine gesunde Ernährung positiv auf den gesamten Organismus auswirkt, ist bereits hinreichend bekannt. In einer prospektiven Studie konnten Forscher jetzt zeigen, dass eine vollwertige und gesunde Ernährung im Vorschulalter auch positive Auswirkungen auf den Intelligenzquotienten der Kinder hat. Die Forscher der Avon Longitudinal Study of Parents and Childrens untersuchten mehr als 14.000 Kinder, und zwar von der Schwangerschaft bis zur Einschulung. Als die Kinder dreieinhalb Jahre alt sind, befragten die Forscher die Mütter nach den Ernährungsgewohnheiten zuhause. Diese Ergebnisse wurden schriftlich fixiert und jetzt, da die Kinder das achte Lebensjahr erreicht haben, mit den schulischen Leistungen in Verbindung gesetzt.

Studie zur Ernährungsweise

In der Studie wurden drei verschiedene Ernährungsstile gegenübergestellt. Dies ist zum einen der typisch britische Ernährungsstil, bei dem sich die Menschen vorwiegend von Fleisch, Gemüse und Kartoffeln ernähren. Die gesundheitsbewusste Kost hingegen besteht vorwiegend aus Gemüse, Salaten, Obst und Nudelgerichten, der Fertigkost-Ernährungsstil zeichnet sich demgegenüber durch eine vermehrte Aufnahme von Fett und Zucker aus.

Studie belegt: Kinder mit gesunder Ernährung sind intelligenter

Im Ergebnis stellten die Forscher fest, dass vor allem Kinder, die die zu Hause gesundheitsbewusst ernährt wurden, am intelligentesten sind. Im Durchschnitt konnten diese Kinder einen um 1,2 Punkten höheren IQ-Wert erzielen als Kinder, die mit traditioneller Kost oder Fertigkkost ernährt wurden. Damit steht fest, dass die Eltern schon frühzeitig Einfluss auf die späteren schulischen Leistungen nehmen können. Schokolade, Chips und Kuchen sollten daher bei Kindern möglichst nur selten auf dem Speiseplan stehen. Als süße Knabberei zwischendurch eignen sich Äpfel, Melonen oder anderes Obst demnach deutlich besser.

Spätere Ernährungsumstellung ohne Einfluss auf IQ

Allerdings waren die ermittelten IQ-Unterschiede nicht allzu groß. Zudem konnten die Forscher belegen, dass die spätere Ernährung mit sieben oder acht Jahren keinen Einfluss auf die schulische Entwicklung mehr nimmt. Dennoch zeigt die Studie, dass die Ernährung in der frühkindlichen Entwicklungsphase, in der sich auch das Gehirn entwickelt, einen wesentlichen Einfluss hat.

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