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GKV

Gesetzliche Krankenversicherung: Defizite steigen

6. April 2011

Von einem Defizit über 500 Millionen Euro allein aus dem letzten Jahr berichten derzeit die 12 Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), und auch die Deutsche Angestelltenkrankenkasse (DAK) sowie die Barmer GEK kommen nicht aus den roten Zahlen heraus. So zumindest lauten einschlägige Zeitungsberichte, die sich auf zuverlässige Quellen berufen. Für die Versicherten ist das durchaus ein Grund zur Sorge, denn wie wird es weitergehen mit ihren Krankenversicherungsbeiträgen? Sind weitere Zusatzbeiträge oder gar deren Erhöhung zu befürchten? Oder besteht gar die Gefahr einer Insolvenz ihrer Krankenversicherung?

 

Finanzausgleich macht AOK und Barmer GEK zu schaffen

Besonders erstaunlich – noch im Jahr 2009 hatten die AOKs einen Überschuss von 771 Millionen Euro erwirtschaftet und damit das beste Ergebnis unter allen Krankenkassen zu verzeichnen. Die Ursache für die wirtschaftliche Schieflage scheint schnell gefunden. Der im Jahr 2009 eingeführte Finanzausgleich zwischen den Kassen sei verantwortlich. Er differenziere zu stark nach Krankheiten, und ohne diese Kürzungen hätten die Ortskrankenkassen ein nahezu ausgeglichenes finanzielles Ergebnis erreicht, so die Argumentation.

 

Auch DAK vom Finanzausgleich betroffen

Auch die DAK scheint derzeit mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Allein der genannte Finanzausgleich machte aus einem operativen Überschuss von 62 Millionen Euro ein Minus von 79 Millionen Euro. Bei der Barmer ist sogar von einem Defizit in Höhe von 298 Millionen Euro die Rede, die Ursachen liegen auch hier in dem entsprechenden Finanzausgleich.

Techniker Krankenkasse eilt der Konkurenz davon

Ganz anders dagegen die Situation bei der Techniker Krankenkasse (TK). Sie erzielte mit einem Ergebnis von 558 Millionen Euro einen neuen Rekord und zeigt, dass auch der Finanzausgleich nicht für die finanziellen Schwierigkeiten von AOK, DAK und Barmer verantwortlich sein kann.

Es dürfte also interessant sein, wie man mit der finanziellen Schieflage weiter umgeht und welche Lösungen zur Beseitigung gefunden werden. Dass es möglich ist, beweist in jedem Fall die Techniker Krankenkasse.

 

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