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Gesundheit

Gebührenordnung für Zahnärzte: GOZ Erhöhung reicht Ärzten nicht

6. April 2011

Eigentlich sollte sie ein Grund zur Freude sein – ab dem nächsten Jahr greift für Zahnärzte eine neue Gebührenordnung GOZ . Doch die Steigerung der Honorare um sechs Prozent erscheint der der Branche als nicht ausreichend, denn sie betrifft ausschließlich Diagnosen und Behandlungen von Privatpatienten und die privaten Leistungen, die für Kassenpatienten erbracht werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die letzte Anpassung der Gebührenordnung für Zahnärzte vor 23 Jahren erfolgte, erscheint vielen Zahnärzten diese Erhöhung kaum angemessen.

So liegt der Hintergrund des Ärgernisses auf der Hand, denn die Erhöhung der Gebühren gilt nicht für die Behandlung mit normalen Kassenleistungen. Das Bundesgesundheitsministerium allerdings ist der Auffassung, dass die jetzt beschlossene Erhöhung ausreichend sei.

Bundeszahnärztekammer fordert Anhebung der GOZ im zweistelligen Bereich

Doch die Bundeszahnärztekammer sieht dies ganz anders. Nach einem Zeitraum von 23 Jahren mit diversen Nullrunden sei schon aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine höhere Steigerung angemessen. So forderten die Zahnärzte eine Erhöhung im zweistelligen Bereich. Ebenfalls kritisiert wurde die geringe Erhöhung von der Zahnärztlichen Bundesvereinigung. Ihre Begründung liegt in der Entwicklung diverser Therapien, die heute deutlich teurer, wenn auch effizienter seien als noch vor einigen Jahren. Positiv zu bewerten sei, dass die privaten Krankenversicherer keine separaten Verträge mit dem Ziel von Kostensenkungen abschließen dürften.

Man darf also gespannt sein, wie sich dieser Streit zuspitzt und zu welcher einvernehmlichen Entscheidung beide Seiten am Ende kommen. Für die Versicherten dürfte er kaum verständlich sein, gilt der Zahnarztberuf doch als einer der lukrativen mit außerordentlichen Verdienstmöglichkeiten.

 

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