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GKV

Extraleistungen für gesetzlich Krankenversicherte

26. Februar 2014

Alternativmedizin wird immer öfter anerkannt

Alternativmedizin wird immer öfter anerkannt

Rund zwei Drittel der gesetzlich Krankenversicherten bekommen von ihren Versicherungsanbietern Extraleistungen angeboten. Dabei sind die Unterschiede groß, in welchem Umfang die Kosten für solche Extras wie beispielsweise homöopathische Behandlungen übernommen werden.

Auch ein Extra – Prämienzahlungen an Versicherte

10 von 84 befragten Krankenkassen haben angekündigt, im Jahr 14 an ihre Versicherten Prämien zu zahlen. Diese sollen einen Umfang zwischen 30 und 120 Euro haben. So schön solch eine Rückzahlung für die Kunden ist – die meisten würden mehr Wert auf zusätzliche Leistungen legen. Immer mehr Kassen haben sich darauf eingerichtet.

Alternative Heilmethoden werden öfter anerkannt

Immer mehr Kassen zahlen – zumindest teilweise- die Osteopathiebehandlung. Diese manuelle Therapie löst Blockaden im Körper. Einige Kassen haben sich inzwischen dazu entschlossen, diese Maßnahme mit 80 % der Kosten zu bezuschussen. Allerdings wird diese Leistung fast immer auf 6 mal jährlich 60 Euro begrenzt.

Auch alternative Arzneimittel stehen höher im Kurs

Alternative Medikamente – zum Beispiel solche im Zusammenhang mit homöopathischen Behandlungen – mussten bisher immer vom Versicherten selbst bezahlt werden. Nun gibt es bereits Kassen, die bis zu bestimmten Grenzen (etwa 100 Euro im Jahr), solche Arzneien zahlen. Allerdings nur, wenn sie ein Arzt verschrieben hat und die Medikamente apothekenpflichtig sind. Ausgeschlossen ist die Zahlung allerdings, wenn die spezielle Arznei auf der Negativliste des Gemeinsamen Bundesausschusses steht.

Kann professionelle Zahnreinigung eine Kassenleistung sein?

Die professionelle Zahnreinigung wird mitunter vom Zahnarzt empfohlen, doch sie zählt als Zusatzleistung. Wollte man diese von der Kasse mitzahlen lassen, musste man den behandelnden Zahnarzt wechseln, weil manche Versicherungen die Leistung nur bei Ärzten eines bestimmten Verbundes zahlten. Nun kann man dies auch beim eigenen Zahnarzt durchführen lassen, und die Kasse zahlt mit – zwischen 15 und 120 Euro jährlich.

Viele weitere Zusatzleistungen

Die genannten sind drei der häufig nachgefragten Zusatzleistungen. Doch es gibt viele Weitere, die bei manchen Kassen ebenfalls von der „schwarzen Liste“ gestrichen wurde. Einige zahlen teilweise künstliche Befruchtungen, Extraleistungen für Schwangere oder Brillen und Kontaktlinsen, wenn sich die Sehstärke geändert hat.

Die Kassen mit neuem Gesetz

Dass sich bei den Krankenkassen in dieser Hinsicht endlich etwas tut, wurde von vielen Versicherten aber auch Ärzten lange erhofft. Anfang 2012 war ein neues Versorgungsstrukturgesetz in Kraft getreten, dass diese Extras jetzt möglich macht. In Veröffentlichungen der „Stiftung Warentest“ werden ständig die Neuerungen der Kassen aktualisiert. Ebenfalls etwas geändert hat sich bei der Zahlung von Haushaltshilfe oder häuslicher Krankenpflege.

Wahl der Krankenkasse von Extras abhängig machen?

Wer in Erwägung zieht seine Krankenkasse zu wechseln, wird sich nicht selten an den Extraleistungen orientieren, vor allem, wenn er diese plant, in Anspruch zu nehmen. Nachfragen bei den Kassen sind durchaus sinnvoll, nicht nur hinsichtlich der bezahlten Zusatzkosten. Auch Patientenschulungen können eine wichtige Leistung sein, Extraangebote zur Früherkennung oder welche Vorteile haben Versicherte, wenn sie am Hausarztmodell teilnehmen, sofern es die Kasse anbietet? Reiseimpfungen können für diejenigen ein Kriterium sein, die oft ins Ausland fahren. Hilfsmittel, die man eventuell ein Leben lang benötigt, sollten ebenfalls bezahlt werden, denn diese summieren sich oft zu größeren Beträgen. Immer öfter nachgefragt werden auch psychotherapeutische Leistungen. Sie sollten vollumfänglich übernommen werden.

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