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Rentenerhöhung bei Erwerbsminderung

Erwerbsminderungsrente 2014 steigt laut Rentenreform

13. Februar 2014

Erwerbsminderungsrente steigt

Erwerbsminderungsrente nach Rentenreform 2014

Schon jetzt ist klar, dass die Erwerbsminderungsrente 2014 nicht vor der Altersarmut schützt. Eine Absicherung über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung erscheint sinnvoller denn je.

Der Entwurf für die Rentenreform von Bundesarbeitsministerin Andreas Nahles von der SPD sieht vor, dass die Erwerbsminderungsrente höher ausfallen soll.

Die Zurechnungszeit für Frührentner soll sich nun außerdem nicht mehr auf 60, sondern auf 62 Jahre belaufen.

Einkommen der letzten vier Jahre wird berücksichtigt

Nach der Rentenreform 2014 wird die Erwerbsminderungsrente berechnet, als hätte man bis zum Alter von 62 Jahren in die Rentenkasse einbezahlt.

Das Einkommen der letzten vier Jahre, von Frührentnern, soll künftig anders berücksichtigt werden, damit eventuelle Lohneinbußen wegen Erwerbsminderung, nicht dazu führen, dass die Rente kleiner ausfällt.

640 Euro Erwerbsminderungsrente monatlich

Hochrechnungen der Rentenversicherung haben ergeben, dass die durchschnittliche monatliche Rente durch das Rentenpaket von 600 Euro auf 640 Euro ansteigen würde.

Erwerbsminderungsrente liegt unter dem Existenzminimum

Andrea Nahles Rentenreform fördert die Altersarmut. Viele Empfänger der Erwerbsminderungsrente profitieren nicht von dem neuen Rentenpaket. Schließlich ist es kaum möglich mit einer Summe von 640 Euro monatlich zu leben.

Das bedeutet, dass die Betroffenen dazu gezwungen sind, ihre kleine Rente mit der staatlichen Grundsicherung aufstocken zu müssen. Die Rentenerhöhung in Höhe von 40 Euro würde in diesem Fall jedoch wieder von der Erwerbsminderungsrente abgezogen. Experten raten daher zunehmend zum Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Wer profitiert von Nahles Rentenreform?

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat dank der Rentenreform 2014 Grund zur Freude. Die Staatskassen können die Erhöhung von 40 Euro einsparen, wenn man an die Regelung mit der Grundsicherung denkt.

Sie werden dadurch also einfach entlastet. Dafür werden die Rentenkassen und die Rentner belastet.

GroKo will Rentnern einen schönen Lebensabend ermöglichen?

Die angebliche Rentenerhöhung ist ungerecht und ein Betrug der Rentner und Beitragszahler.

Die Große Koalition behauptet, sie wolle der Generation 60plus, die es in ihrem Leben schwerer gehabt hat als heute, ein vernünftiges Leben im Alter ermöglichen. Aber wo soll das Geld dafür herkommen?

Natürlich vom Beitragszahler. Diese müssen nun jährlich etwa neun Milliarden Euro für das Rentenpaket aufbringen. Hiervon werden Berufsanfänger und Niedrigverdiener nicht ausgeschlossen.

Rente liegt unter der Armutsgrenze

Im Jahr 2009 erhielten die Rentner etwa 52 Prozent ihres Durchschnittseinkommens als Rente. Berechnungen zufolge liegt dieser Wert im Jahr 2030 voraussichtlich bei nur noch 44,4 Prozent.

2014 fällt die Rente mit 43,7 Prozent des Durchschnittseinkommens sogar noch niedriger aus. Es wird also künftig immer mehr Rentner geben, die von der Altersarmut betroffen sind.

Dies betrifft insbesondere Empfänger, die die Erwerbsminderungsrente erhalten. Wer Erwerbsminderung erhält soll mit einer Rentenerhöhung von durchschnittlich 48 Euro ruhig gestellt werden.

Die Rentenreform ist an Ungerechtigkeit kaum zu überbieten

Dies spiegelt sich nicht nur bei der Erwerbsminderungsrente wieder, sondern auch bei der Mütterente und der Rente mit 63.

Warum wird die Mütterrente für die Frauen in Westdeutschland monatlich um 28 Euro für die Kindererziehung und für die Frauen in Ostdeutschland nur um 25 Euro aufgestockt? Warum werden für die Kinder, die nach 1992 geboren wurden drei Rentenpunkte gutgeschrieben und für alle, die vor diesem Zeitraum geboren wurden nur zwei?

Die Rentenreform 2014 wirft immer mehr Fragen auf. So wird zum Beispiel Arbeitnehmern, die im Zeitraum von 2009 bis 2011 arbeitslos waren, nur ein Jahr Beitragszeit angerechnet. Bei Arbeitnehmern, die von 2001 bis 2003 erwerbslos waren, werden zwei Jahre angerechnet.

Arbeitnehmer, die nach 45 Beitragsjahren im Alter von 63 Jahren Anfang des Jahres in Rente gegangen sind, müssen ihr Leben lang acht Prozent Abschläge in Kauf nehmen. Wer im Juli 2014 in Rente geht, muss dies nicht.

Die meisten Menschen sind sich darüber einig, dass die Rentenreform ungerecht ist und stark überarbeitet werden muss.

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