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Gesundheit

Elektronische Zigarette: Droht der E-Zigarette ein bundesweites Verbot?

16. Januar 2012

Die E-Zigarette soll einen Ersatz zur echten Zigarette darstellen und bei der Rauchentwöhnung helfen. Im Gegensatz zur echten Zigarette wird in der E-Zigarette kein Tabak verbrannt. Ein Verdampfer bringt die verschiedenen Mixturen, sogenannte Liquids, zum Verdampfen. Zwar entsteht kein Teer, da kein Tabak verbrannt wird. Verbraucherschützer und Wissenschaftler warnen jedoch eindringlich vor der Nutzung der E-Zigarette. Nachdem nun auch erste Bundesländer die Nutzung der E-Zigarette in öffentlichen Gebäuden verboten haben, könnte dem elektronischen Glimmstängel nun ein bundesweites Verbot drohen.

 

E-Zigarette erfreut sich immer größerer Beliebtheit

Die Beliebtheit der E-Zigarette bei den Verbrauchern steigt immer mehr. Viele Menschen greifen verstärkt zu dem elektronischen Glimmstängel. Ob und wie wenn ja, wie stark gesundheitsschädlich die Nutzung der E-Zigarette jedoch ist, ist bislang noch nicht komplett erforscht. Wissenschaftler konnten jedoch in einer Vielzahl der Mixturen, den sogenannten Liquids, einen großen Anteil an Nikotin nachweisen. Auch Spätfolgen und Nebenwirkungen sind bisher noch nicht bekannt, da das Produkt für Langzeitstudien noch zu neu ist. Experten warnen jedoch eindringlich vor der Nutzung der E-Zigarette. Bei Konsumprodukten sollten Verbraucher sicher sein, dass diese in keinster Weise schädlich für sich und ihre Umwelt sein sollten. Dies dürfte bei der E-Zigarette jedoch nicht gegeben sein, so Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Das beste Beispiel für ein derartig blindes Konsumverhalten legt die echte Zigarette an den Tag. Wäre die Menschheit bereits bei deren Einführung auf dem Wissenstand von heute, so wäre die normale Zigarette niemals auf dem Markt erschienen.

 

 

 

Mehrere Bundesländer verbieten E-Zigarette

Einige Bundesländer haben nun bereits angefangen, zumindest den Konsum der E-Zigarette in einigen Bereichen zu verbieten. So dürfen Angestellte der Stadt in Hannover die E-Zigarette nicht in öffentlichen Gebäuden nutzen. Bremen erklärte für die E-Zigarette mittlerweile sogar ein Verkaufsverbot. Auch die Gesundheitsminiterin NRWs fordert ein Verkaufsverbot. Davon zeigte sich auch Pötschke-Langer erfreut. Der Verbraucherschutz funktioniere nur dann, wenn Länder flächenübergreifend zusammenarbeiten würden und gemeinsam an einer Lösung arbeiten würden. Deutschlands größter Hersteller wirbt damit, dass die E-Zigarette deutlich gesundheitsschonender sei, als die herkömmliche Zigarette. Die E-Zigarette enthalte kein Nikotin, es bleibt keine Asche zurück und auch die Mitmenschen werden durch die Mitmenschen werden nicht durch den Gestank belästigt, argumentiert eine Frau. Jedoch enthalten nur einige wenige Liquids kein Nikotin. Diese dürfen auch weiterhin nicht verkauft werden, da sie aufgrund ihres Nikotingehalts unter die Gruppe der Arzneimittel fallen und somit in Deutschland nicht frei verkauft werden dürfen.

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