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GKV

Elektronische Gesundheitskarte: GKV finanziert eCard

27. Mai 2011

 

Die wenigsten wissen es, seit Jahren finanzieren die gesetzlich Versicherten ein Projekt der Regierung, das bisher absolut keinen Nutzen brachte und nur Kosten verursachte. Es handelt sich hierbei um die elektronische Gesundheitskarte. Das Projekt verschlang bisher 500 Millionen Euro in der Entwicklung. Mit ihr soll es möglich sein, Gesundheitsdaten jederzeit online abzurufen.

 

Kein Fortschritt nach 6 Jahren

Eigentlich sollte diese kleine EC-Karten große Karte einige Probleme lösen. Es würde keine doppelten Untersuchungen mehr geben, Kartenmissbrauch würde wegfallen und jeder Arzt könnte vor der Behandlung die aktuellen Daten des Patienten auslesen. Leider steht das Projekt nach 6 Jahren immer noch am Anfang. Einzige Neuerung gegenüber unserer aktuellen Versicherten-Karte ist das aufgedruckte Lichtbild. Die schon erwähnte Online-Anbindung funktioniert immer noch nicht und lässt mindestens noch 2 Jahre auf sich warten.

 

Probleme bei der Entwicklung

Ein großes Problem bei der Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte ist der Umfang der Mitentwickler. Neben der Regierung sind auch Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen an der Entwicklung beteiligt. Bereits unter der vorherigen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wurde die Einführung der Gesundheitskarte mehrmals verschoben, Philipp Rösler lies die Entwicklung ebenfalls ruhen.

 

 

Start wird sich noch weiter verzögern

Da alle Beteiligten im Moment mit der Entwicklung eigener Projekte beschäftigt sind, wird sich der Start der elektronischen Gesundheitskarte noch mehr als ursprünglich angenommen verzögern. Die Krankenhäuser arbeiten an einer elektronischen Fallakte, Ärzte treiben die Entwicklung der elektronischen Notfallakte voran und die Krankenkassen arbeiten an einem einfacheren und effizienteren Datenabgleich.

„Alles in allem ist der Entwicklungsstand aber alles andere als befriedigend. Die Karte kommt , aber die dafür benötigte Infrastruktur ist nicht vorhanden. Sie kostet nur Geld, bringt aber keinen Nutzen mit sich“, so IT-Experte Ingo Bettels der KKH Allianz. Bezahlt wird das Riesenprojekt aus den Beiträgen der gesetzlichen Versicherten. Jede gesetzliche Krankenkasse muss pro Versichertem einen 1 Euro einzahlen, was pro Jahr rund 70 Millionen Euro macht.

 

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