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Politik

Elektronische Gesundheitskarte: Einführung Oktober 2011

25. Februar 2011

Trotz nicht geringem Widerstand seitens Ärzten und Experten kommt die elektronische Gesundheitskarte, kurz eGK, noch im Oktober 2011. Was als Vorteil für Patienten und Krankenkassen gleichermaßen angepriesen wird, erfährt auch starke Kritik. Bedenken gibt es nicht nur aus datenschutzrechtlichen Gründen. Die Anfang von der Ärzteschaft befürchteten Mehrkosten werden in Form eines Zuschusses von den Krankenkassen getragen.

Elektronische Gesundheitskarte und der gläserne Patient

Sämtliche Patientendaten sollen auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden, um eine effizientere und schnellere medizinische Versorgung gewährleisten zu können. Allerdings haben Datenschützer bei soviel persönlichen Informationen auf eine Chipkarte Bedenken. Befürchtungen der Datenschützer gehen in Richtung „gläserner Mensch“, während die frühzeitige Einführung der eGK nicht zuletzt an den Bedenken der Ärzte gescheitert ist. Diese hätten ihre Praxis mit entsprechenden Lesegeräten und der nötigen Software für die elektronische Gesundheitskarte ausstatten müssen. Mit der Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist nun der Weg frei für die neue Chipkarte.

 

 

Mehr Effizienz und weniger Verwaltung bei der medizinischen Versorgung der Patienten

Die neue eGK soll nicht nur den zunehmenden Missbrauch der Versichertenkarte beenden, sondern vor allem eine effizientere Zusammenarbeit der behandelnden Ärzte ermöglichen. Betreuende Ärzte könnten so einen schnelleren Einblick über bisher eingeleitete Maßnahmen erhalten und ihre Behandlung besser auf die Vorgeschichte des Patienten abstimmen. Da der Missbrauch der bisherigen Krankenversicherungskarte zunahm und so die gesetzlichen Krankenkassen finanziell belastete, würde die elektronische Gesundheitskarte letztlich auch den Versicherten zu Gute kommen und langfristig helfen, Zusatzbeiträge zu vermeiden.

Bisherige Chip-Karte behält Gültigkeit

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte steht nun definitiv fest und erfolgt erstmal im Oktober 2011. Der Zeitplan sieht vor, bis zum Jahresende etwa 10 Prozent der Kassenpatienten mit der neuen eGK zu bestücken. Bis die elektronische Gesundheitskarte lückenlosen Einzug erhält, wird es allerdings noch einige Jahre dauern. In dieser Zeit behält die bisherige Chip-Karte ihre Gültigkeit.

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