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GKV

Einschnitte in der Krankenversicherung werden abgelehnt

25. Februar 2011

Eine Umfrage des Gfk Marktforschungsinstituts im Auftrag der Fachzeitschrift „Apotheken Umschau“ offenbarte in der aktuellen Ausgabe, dass viele Kassenpatienten sich sowohl stabile Beiträge wie auch eine vollumfängliche Krankenversicherung wünschen. Einschnitte im Gesundheitssystem wie etwa Kürzung von Leistungen in der gesetzlichen Krankenkasse wollen sie vielfach nicht akzeptieren.

Medizinische Grundversorgung ist unantastbar

Die Gfk befragte im Rahmen der Untersuchung 1.969 Personen ab 14 Jahren. Dabei wurde deutlich, dass die Mehrzahl der Versicherten eine bezahlbare medizinische Versorgung wünscht. Zumindest, so der Wunsch der Versicherten, sollen die medizinischen Grundleistungen wie Arztbehandlungen und Aufenthalte im Krankenhaus von der Krankenversicherung finanziert werden. Diese Finanzierung sollte zudem unabhängig der anfallenden Kosten erfolgen, so dass auch neuartige Behandlungsmethoden genutzt werden könnten.

Alternative Heilmethoden nicht vorrangig

Die Befragung machte aber auch deutlich, dass unkonventionelle Behandlungsformen nicht in jedem Fall übernommen werden müssten. Therapieformen wie etwa die Homöopathie oder die Akupunktur müssten hingegen nicht in jedem Fall übernommen werden. Hier könnten viele Befragte es hinnehmen, wenn Einbußen hinzunehmen wären.

Kostenerstattung bei Zahnersatz und freie Arzt- und Krankenhauswahl am wichtigsten

Nach Ansicht der Befragten gehören zu den wichtigen Leistungen der Krankenkassen zudem die Leistungen bei Zahnersatz, die freie Arzt- und Krankenhauswahl sowie die Kostenübernahme von Arzneimittel und Hilfsmittel. Zuzahlungen in diesen Bereichen akzeptieren nur sehr wenige Versicherte, vor allem Zuzahlungen für Zahnersatz sowie für Physiotherapieleistungen würden vielfach negativ bewertet.

Alternative private Krankenversicherung und Krankenzusatzversicherung

Obwohl sich viele gesetzlich Versicherte wünschen, dass die Beiträge sowie die Leistungen stabil bleiben, wird dies in Zukunft wohl kaum realisierbar sein. Lediglich Versicherte in der privaten Krankenversicherung könnten auf feste Leistungen zurückgreifen. Für gesetzlich Versicherte bieten die privaten Krankenkassen allerdings ebenfalls Alternativen, und zwar im Bereich der privaten Zusatzkrankenversicherungen. Sie können sowohl für Zahnersatz wie auch für ambulante oder stationäre Behandlungen abgeschlossen werden, um in diesem Segmenten als Privatpatient umfangreiche Leistungen nutzen zu können.

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