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Gesundheit

Einnahme von Vitaminpillen erhöht das Krebsrisiko

20. Januar 2012

Vitaminpillen sind gesund, dies zumindest denken viele Verbraucher. Der aus der Schweiz stammende Forscher Peter Jüni wiederspricht dieser Aussage nun jedoch und behauptet sogar, die Einnahmen von Vitaminpillen könne bei einem übermäßigen Konsum Krebs auslösen.

 

Einnahme von künstlichen Vitaminen erhöht das Krebsrisiko

Bisher dachten viele Verbraucher, durch die Einnahme von Vitaminpillen könnten sie ihren täglichen Bedarf an Vitaminen beruhigt stillen. Anstatt zu Obst und Gemüse griffen viele Verbraucher daher zu den kleinen Dosen, die in fast allen Drogerien und Supermärkten erhältlich sind. Der Schweizer Forscher Peter Jüni will nun jedoch durch wissenschaftliche Forschungen herausgefunden haben, dass die Einnahme von Vitaminpillen alles andere als gesund sei. Im schlimmsten Falle könne sie sogar Krebs auslösen. In einer Studie mit Rauchern zwischen 50 und 69 Jahren konnte Jüni ein 18 Prozent höheres Krebsrisiko feststellen, ausgelöst durch die Einnahme von Vitamintabletten und den daraus resultierenden Überschuss an Vitamin-A. Die Krebswahrscheinlichkeit wird erhöht, wenn dem menschlichen Organismus zu viele Betacarotine und Vitamin-E zugeführt wird.

 

Politiker fordern strengere Regulierung für den Vertrieb

Nach Bekanntwerden der Ergebnisse kamen besonders von Seiten der FDP die Forderungen nach einer strengeren Regulierung des Vertriebs von Vitamintabletten. Außerdem sollten Verbraucher besser über die Wirkung und möglichen Folgen von künstlichen Vitaminen aufgeklärt werden. Auch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit fordert nun eine strengere Regulierung des Pillen-Vertriebs. Aufgrund der Ergebnisse seiner Studie zweifelt auch Jüni deutlich an der Wirksamkeit künstlicher Vitamine. Auch andere Studien hatten in der Vergangenheit bereits ähnliche Ergebnisse angedeutet.

 

 

Experten empfehlen, zukünftig auf künstliche Vitamine zu verzichten

Auch viele andere Organisationen und Politiker stellten sich nun gegen den Vertrieb von künstlichen Vitaminen. So fordert Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD, die Verbraucher besser vor der Wirkung der Vitamintabletten aufzuklären. Das Bundesinstitut für Qualität und Wirtschaftlichkeit riet Verbrauchern, zunächst auf den Gebrauch von Vitamintabletten zu verzichten, da diese nicht wie angegeben, vor Krebs schützen sondern ihn vielleicht sogar erst hervorrufen. Leiter des Instituts, Jürgen Windeler forderte für die Zukunft eine strengeres Zulassungsverfahren sowie einen strengeren Vertreib der Vitaminpillen. Zukünftig könnten derartige Tabletten vielleicht nur noch auf Verschreibung eines Arztes in der Apotheke erhältlich sein.

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