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PKV

Ein Antrag für die PKV

15. April 2014

 

Unklare Befragungen machen den Antrag auf PKV schwer

Unklare Befragungen machen den Antrag auf PKV schwer

Wer sich privat krankenversichern möchte, muss sich zunächst ein Bild über die verschiedenen Angebote machen und diese vergleichen. Hat er dann den idealen Partner gefunden, fängt die Arbeit erst an. Denn die Beantragung wird von Experten als nicht gerade einfach eingeschätzt.

Eine Studie stellte fest:

Sowohl was man angeben muss, als auch der Abfragezeitraum ist sehr verschieden. Die Fragen, und das ist verwirrend für die Kunden, überschneiden oder widersprechen sich sogar. So das Ergebnis der Auswertungen des Internetportals Versicherungswiki e.K.

Das war die Grundlage:

32 Anbieter wurden vergleichen, bzw. deren Antragsformulare. Obwohl dies angefordert worden war, stellte die DEVK keinen Antrag zur Verfügung und entzog sich damit dem Vergleich.

Der Gesundheitszustand ist bei allen PKVs wichtig. Doch: was auf den Antragsbögen abgefragt wird, weicht eklatant voneinander ab. Vor allem, dass viele Fragestellungen verschieden ausgelegt werden können, ist für die Kunden schwer zu verstehen und bringt Unsicherheit.

Diagnosen, Krankheiten und mehr

Natürlich fragt die Versicherung nach Beschwerden, Diagnosen und Krankheiten. Das ist ihr gutes Recht. Doch wie detailliert und verständlich das geschieht, weicht erheblich voneinander ab. Gut verständliche und gezielte Fragen wurden der Central Krankenversicherungs AG und der Allianz PKV-AG bescheinigt. Ebenso gut schnitten in diesem Bereich die Concordia Krankenversicherungs-Gesellschaft a.G. und die Mannheimer Krankenversicherung AG ab.

Unklare Fragen

Genau das Gegenteil, nämlich unklare Fragen mit schwammigen Formulierungen, bescheinigte man der AXA und der Continentale sowie der DBV. Der Zeitraum, auf den sich die Fragen beziehen, ist ebenfalls sehr verschieden. Das können drei Jahre sein wie bei der Allianz oder auch 10 wie bei der Mannheimer. Bei ambulanten Behandlungen, die keine stationäre Aufnahme erforderten, favorisierten 24 der befragten Gesellschaften einen Zeitraum von 3 Jahren, die anderen von 5.

Welche Medikamente werden eingenommen?

Diese Frage stellten viele nur für einen kurzen Zeitraum, wie die Mannheimer für lediglich 6 Monate. Andere aber für eine Zeit bis zu 5 Jahren. Vier Versicherten stellen hier gar keinen Zeitraum zur Debatte. Soll man hier die Medikamente seit Kindertagen eintragen? Das dürfte den meisten schwer fallen. Eine Frage zu chronischen Erkrankungen wie Diabetes stellten 18 Versicherungen gar nicht. Auch Krebserkrankungen werden nicht von allen thematisiert. Dagegen ist der unerfüllte Kinderwunsch eine Frage, die fast alle Versicherer interessiert.

Unbewusst falsche Angaben

Was bewusst falsche Angaben nach sich ziehen können, dürfte jedem klar sein. Doch durch unklare Formulierungen können auch unbewusst falsche Angaben gefördert werden. Deshalb sollten sich die Versicherungen bemühen, hier mehr Klarheit zu schaffen. Einen späteren Streit könne man am besten vermeiden, in dem man einen Auszug aus der Krankenakte zur Verfügung stellt. Wer das nicht kann oder möchte, sollte eventuell zusätzliche Angaben machen oder sich zumindest Notizen aufheben, was er warum angegeben hat und ob anderes gar nicht abgefragt wurde.

 

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