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Gesundheit

Eichenprozessionsspinner: Gefahr im Stadtpark

26. April 2011

Mit den warmen Sonnenstrahlen steigt die Lust vieler Verbraucher, sich an der frischen Luft zu vergnügen. Experten warnen allerdings davor, die Gefahren zu unterschätzen. Denn ab Ende April/Anfang Mai ist wieder mit den Raupen der Eichenprozessionsspinner. Die Raupen sind nicht nur für die Bäume eine Gefahr, sondern können durch die Brennhaare auch dem Menschen sehr gefährlich werden. Und im schlimmsten Fall zum allergischen Schock führen.

 

Gesundheitsgefahr Thaumetopoein

Die Gefahr geht von den Raupen des Eichenprozessionsspinners nicht vom ersten Tag des Schlüpfens aus. Erst nach der 3. Verpuppung bilden sich die sogenannten Brennhaare aus, in denen Thaumetopoein. Der Stoff wirkt toxisch und kann beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Dazu gehören Pusteln auf der Haut sowie Reizungen der Nasen- und Augenschleimhaut. Bei Kontakt werden Duschen und das Kleidung wechseln empfohlen.

 

In einigen Fällen besteht sogar die Gefahr, dass es zu allergischen Schockreaktionen kommt. Besonders betroffene Personen sollten daher nach Möglichkeit in den kommenden Monaten Laubwälder meiden. Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt Eichen und Hainbuchen, ist also auch in Stadtparks und Stadtwäldern anzutreffen. Hier unternehmen die Gemeinden auch dieses Jahr wieder Anstrengungen, um die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners zu unterbinden.

 

Regionale Konzentration des Eichenprozessionsspinners

Der Eichenprozessionsspinner ist in Deutschland nicht überall verbreitet. Besonders Teile von Bayern, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Brandburg sind betroffen. Hier sollten Haus- und Grundstücksbesitzer nach der 3. Verpuppung die Beseitigung des Eichenprozessionsspinner Profis überlassen, da die Gefahren durch die Brennhaare massiv ansteigen können. Bis zu diesem Zeitpunkt können die Raupen mit handelsüblichen Insektiziden bekämpft werden.

 

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